Klimawandel trifft die Langst hart
Bild: Lange
Das Baumsterben hat den Stadtwald Langst in Ahlen befallen. Viele Bäume mussten gefällt werden.
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Gerade der Baumbestand gibt laut Schmäing Anlass zur Sorge. „Buchen, Birken, Ahorn und Eschen sind alle erkrankt“, schilderte er. „Sie bilden Totholz aus, an das wir schlecht herankommen.“

3000 Quadratmeter Fläche gerodet

Die Beschaffenheit des Untergrunds – Mergel- und Tonböden – sei ein Faktor für das Baumsterben. Ein weiterer sei die klimatischen Veränderungen. „Nach dem Sommer 2018 musste eine Fläche von insgesamt 3000 Quadratmeter kahlgeschlagen werden“, sagte Schmäing.

Der einzige Baum, der den Klimawandel bislang gut vertrage, sei die Linde. „Der Mensch kann weglaufen. Der Baum muss mit dem auskommen, was er hier vorfindet“, stimmte Schmäing nachdenkliche Töne an.

Eichenprozessionsspinner hält Einzug

Eichen gehören ebenfalls zum Baumbestand in der Langst. Und seit Donnerstag macht sich nun auch der Eichenprozessionsspinner auf dem rund 33 Hektar großen Gelände breit. Auf diese Gefahr weist die Stadt mit Schildern, unter anderem zu Beginn des Rundwegs, und in befallenen Bereichen hin. Der Sitz der Seilbahn musste abgebaut werden, ein Kletter- und Balanciergerät wurde mit rot-weißem Flatterband gesperrt.

Der Eichenprozessionsspinner hat jetzt auch in der Ahlener Langst Bäume befallen. Dies führt zu Sperrungen von Spielgeräten.

 „Der Läufer ist hier einem erhöhten Risiko ausgesetzt“, sagte Schmäing und meinte: „Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist absolut sinnfrei. Wir müssen mit ihm leben lernen.“ Wer Angst vor ihm habe, müsse die abgesperrten Bereiche meiden.

Vandalismus ist ein Problem

Schmäing wies auf erhöhten Vandalismus in der Langst hin und gab ein anschauliches Beispiel: „Wir stellen am Anfang des Jahres 15 Schilder auf mit dem Hinweis, dass Hunde angeleint werden müssen. Am Jahresende sind davon noch drei brauchbar.“ Die Beschädigungen reichten von Beschmieren mit Farbe bis hin zum vollständigen Diebstahl. Apropos Hunde: „Viele Halter lassen sich die Tiere an Bänken austoben, die regelrecht zerbissen werden.“

Hundebad in der Brunnenanlage

Die Anleinpflicht werde regelmäßig ignoriert – was sich während des Rundgangs bestätigte. Kopfschüttelnd berichtete Schmäing weiter: „Wir haben auch schon erlebt, dass Leute ihre Hunde in der Brunnenanlage gebadet haben – Hundeshampoo inklusive. Da fragt man sich: Geht’s noch?“

Mit Unverständnis reagierte der Ausschuss auf das Abbrennen von Lagerfeuern in der Langst. Sowohl Rudolf Jaschka (CDU) als auch Udo Zambo (SPD) forderten: „Da muss etwas geschehen.“

Mehr im „AT“ vom 15. Juni 2019.

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