Knoten im Kopf bei Stimmen-Auszählung
Bild: Arne Dedert
Bei der Auszählung der Stimmbezirke ist es in Ahlen zu Verzögerugen gekommen.
Bild: Arne Dedert

101 Stimmbezirke zählte der Wahlkreis 87, zu dem neben Ahlen noch Beckum, Drensteinfurt, Sendenhorst und Wadersloh gehörten. Die Stadt Ahlen war dabei mit 22 Wahllokalen und fünf Briefwahlbezirken vertreten. Das lange Warten begann um 20.34 Uhr im Kreishaus. Zu diesem Zeitpunkt lagen 94 Ergebnisse vor, nur sieben fehlten noch. Darunter befanden sich sechs Ahlener Stimmbezirke und einer aus Drensteinfurt.

Um 21.01 Uhr warteten die Mitarbeiter des Wahlbüros noch auf zwei Ahlener und den Stewwerter Bezirk, der aber um 21.05 Uhr ausgezählt war. Um 21.23 Uhr fehlte nur noch das Ergebnis vom Stimmbezirk 12 (Städtisches Gymnasium), sechs Minuten später lag auch dieses endlich vor.

„Manchmal ist einfach der Wurm drin“, sagte Silke Fischer, Wahlkoordinatorin im Ahlener Rathaus, auf „AT“-Nachfrage. Der Wahlvorstand im Städtischen Gymnasium habe sich schlichtweg verzählt. Und mit dem Zeitdruck im Nacken sei es nicht einfacher geworden. „Wenn die Zahlen nicht passen, hat man plötzlich einen Knoten im Kopf“, erklärte sie. In diesem Fall hätten ungültige Stimmen für Verwirrungen gesorgt. Mal seien nur Erststimmen, mal nur Zweitstimmen und mal beide ungültig gewesen. Um den Fehler zu finden, sei mehrfach nachgezählt worden.

Eine entscheidende Rolle spiele an so einem Abend auch die Größe der einzelnen Wahlbezirke, so Fischer. Beispielsweise habe das kleine Wadersloh (6964 Wähler) 18 Bezirke gehabt, Ahlen (korrigiert 23 028 Wähler) nur 27. „Wenn ich nur 300 oder 400 Stimmen zu zählen habe, bin ich natürlich schneller durch“, machte Fischer deutlich.

Gleiches gelte für die fünf Briefwahlbezirke in Ahlen, die aufgrund der großen Resonanz (6326 rote Wahlbriefe wurden gezählt) bis zu 1563 Stimmen umfasst hätten. „Das braucht natürlich auch seine Zeit“, gab Fischer zu bedenken. Unterm Strich sei aber alles gut gelaufen.

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