Konzept für Flüchtlingsunterbringung
Für verbesserungsfähig halten Stadtverwaltung und Kommunalpolitiker die Situation rund um das Übergangswohnheim am Hermesweg in Ostdolberg.

Diese Anregung hat SPD-Fraktionschefin Gabi Duhme in der Sitzung des Gremiums am Montag gemacht. Nachdem Thomas Schürmeyer aktuelle Zahlen zu den in Ahlen lebenden Asylsuchenden und Flüchtlingen genannt hatte, erinnerte Duhme an die kürzliche Sitzung des Ortsausschusses Dolberg. Diese sei nach dem Bekanntwerden des Vergewaltigungsfalles (das „AT“ berichtete) sachlich verlaufen. Doch das Gremium dürfe nicht zu einem Untersuchungsausschuss werden. Wichtiger sei, die Diskussion wieder in den zuständigen Sozialausschuss zu holen. Dieser müsse über ein Gesamtkonzept sprechen, das unter anderem vorsehe, alleinreisende Männer stärker ins Zentrum, sprich: nach Ahlen zu holen.

Optimierungspotenzial sehe auch die CDU, sagte deren Vertreter Matthias Harman. Die Sorgen der Nachbarn ernst zu nehmen, sei wichtig. Es gelte, einen Weg zu finden, der alle glücklich mache.

Norbert Ostermann (Bündnis 90/Die Grünen) hatte Informationen, nach denen unter den 36 alleinreisenden Männern auch solche ohne Perspektive auf ein Bleiberecht seien. Dies werde sich aber erst in Asylverfahren entscheiden, erklärte Schürmeyer. Die Frage Ostermanns, ob die Asylsuchenden von den finanziellen Rückkehrhilfen in ihre Heimatländer wüssten, quittierte der Gruppenleiter Soziales mit einem Schmunzeln. Auch er wisse erst seit Sonntag von den Plänen der Bundesregierung. Sobald es genauere Informationen gebe, würden diese auch an die Flüchtlinge weitergeleitet.

Als eine Katastrophe, als ein Riesenhindernis für die Asylarbeit in Ahlen, bezeichnete Fachbereichsleiterin Ursula Woltering die Vergewaltigung vor mehreren Wochen in Dolberg. Sicher seien die Zustände im Haus verbesserungsfähig, doch eine Straftat werde sich nie ganz verhindern lassen.

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