Kraftakt: Millimeterarbeit  bei der Mosaik-Rettung
Bild: Voss-Loermann
Feinarbeit war gefragt, als (v. l.) Andreas Kraft und Bülent Dogan das Mosaik von der Wand der FBS abnahmen.
Bild: Voss-Loermann

Der vorerst letzte Akt des Schauspiels hat begonnen. Es hatte die ganze Woche den FBS-Chef, Helga Gausling und die Presse in Atem gehalten. Bevor der Kranwagen das etwa eine halbe Tonne schwere Bild abtransportieren kann, muss es erst mal von der Wand. Und das hatte zunächst schwieriger ausgesehen, als es sich nun tatsächlich darstellt.

Als klar ist, dass das Objekt nur an vier großen Stahlträgern aufgehängt ist und nicht geflext werden muss, entspannt sich die Stimmung beim Bauteam und den Zuschauern, die von unten die ganze Aktion beobachten. Einziges Problem: Das Dach des Hauses ist ziemlich tief heruntergezogen, fast bis vor den oberen Teil des Bildes, und beide sollen möglichst nicht beschädigt werden.

Das zu verhindern, dafür hat das Team von Andreas Kraft, zu dem auch Fahrer und Kranführer Josef Krafczyck gehört, genügend Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Während Krafczyck von unten per Joystick den Kran bedient, lösen die beiden auf dem Dach den oberen Teil des Bildes von der Wand und klappen das ganze Teil nach vorn. So kann auch langsam der untere Bereich abgelöst werden. Und dann hängt es am Haken.

Beim Zwischenstopp auf dem Dach wenden die Männer das Kunstwerk, das natürlich mit dem Mosaik nach oben auf den Wagen soll. Langsam schwebt „Anna selbdritt“, so der kunsthistorische Name der christlichen Darstellung, auf den Wagen zu.

Andreas Kraft nimmt das Mosaik erst mal mit und lagert es in seiner Firma in Hamm zwischen. Bevor es am Fritz-Winter-Haus angebracht wird, muss es ja möglicherweise noch restauriert werden.

(Ausführlicher Bericht in der Ausgabe vom 19. Aiugust).

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