Kreuzweg auf Osthalde als Geschenk
Bild: Voss-Loermann
Die Pläne des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz zur Errichtung eines Kreuzweges auf der Osthalde stellen vor (v. l.): Horst Schulte, Inge Piskorski, Martina Jotzeit, Ursula Erdmann, Jürgen Stemmer und Heinz Aden.
Bild: Voss-Loermann

Um dieses Projekt zu verwirklichen, hatte der Verein am 15. Mai einen Bürgerantrag bei der Stadt gestellt, wie bei einem Pressegespräch am Dienstagabend im Barthelhof bekannt geworden ist.

Die Pläne fußen auf der Tatsache, dass das Ahlener Haldenkreuz vor zehn Jahren, am 13. August 2005, im Rahmen des 20. Weltjugendtages in einer spektakulären Hubschrauberaktion auf der Halde aufgebaut worden war. Damals hatten rund 1000 Ahlener an der Aktion teilgenommen. Außerdem finden seit vielen Jahren am Samstag vor Palmsonntag entweder ein Kreuzweg oder Passionsspiele auf der Halde statt, die der Förderverein organisiert. Die Idee, einen festen Kreuzweg gestalten zu lassen, lag da nahe.

Hinzu kam Inspiration über den Künstler Pater Abraham Fischer von der Klosterschmiede der Abtei Königsmünster in Meschede. Dieser hat bereits das Torkreuz am Ostwall gestaltet, das in weiten Kreisen der Bevölkerung großen Anklang gefunden hat.

In ersten Gesprächen nahm das Projekt Formen an, und der Künstler hat seine Vorschläge konkretisiert. „Die einzelnen Kreuzwegstationen hätten eine Höhe von 1,50 Metern und wären 40 Zentimeter breit“, sagt Martina Jotzeit. Damit würden sie die vorhandenen Büsche am Wegesrand nicht überragen.

Begeisterte Unterstützer und Sponsoren sorgten dafür, dass die geplante Aktion der Stadt Ahlen keinerlei Kosten verursache, versichert Martina Jotzeit. Die Planungen dafür liefen seit Herbst 2014. Es gebe Gespräche sowohl mit der Ruhrkohle AG als auch mit der Stadt Ahlen. Beide hätten bislang keine Zusage gegeben.

Ihre Zurückhaltung hätten Baudezernent Andreas Mentz und Bürgermeister Benedikt Ruhmöller damit begründet, dass die Nachnutzung der Osthalde auch 15 Jahre nach Schließung der Zeche noch ungeklärt sei. Der Kreuzweg könne möglichen Planungen im Wege stehen.

Diese Meinung teilen die Fördervereinsmitglieder nicht. Im Falle größeren Platzbedarfs für Investitionen könne man die einzelnen Stationen, die zwar fest im Boden verankert seien, jedoch jederzeit auf Kosten des Vereins versetzen.

Hintergrund

Das Pilgern zu und entlang von Kreuzwegen erfreut sich großer Beliebtheit. Im Kreis Warendorf gibt es bislang drei fest installierte Kreuzwege. Zwei mit einer Jahrhunderte alten Tradition befinden sich in Stromberg und in Telgte. Seit 24 Jahren gehen Christen auch den Kreuzweg in Herzfeld, dem Geburtsort der Heiligen Ida.

Der Förderverein Ahlener Haldenkreuz, der von großem ehrenamtlichen Engagement getragen wird, ist der Ansicht, dass ein Kreuzweg auf der Ahlener Osthalde mit ihrem Bergcharakter ein Alleinstellungsmerkmal und damit große Attraktivität auch für auswärtige Besucher haben könnte. Ähnliche Kreuzweg-Projekte gibt es bislang nur im Ruhrgebiet. Der Förderverein hat alle Fraktionen des Rates der Stadt Ahlen bereits schriftlich über seine Pläne informiert.

Bereit ist man zudem, die Pläne dem Rat und auch der Kunstkommission vorzustellen. Mit Altbürgermeister Herbert Faust und dem Ehrenvorsitzenden des Kunstvereins Ahlen, Walter Rinke, hat man laut Martina Jotzeit bereits starke Unterstützer gefunden

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