Lebensgefahr nach Messerattacke
Christian Wolff
Vor einem Mehrfamilienhaus am Kastanienweg (Foto r.) eskalierte in der Nacht zu Mittwoch ein Streit blutig: Ein 17-jähriger Ahlener wurde lebensbedrohlich verletzt. Im Umfeld des Tatortes sicherte die Polizei auch unter Einsatz eines Hundes Spuren.
Christian Wolff

Was sich genau in der Nacht zu Mittwoch vor einem Mehrfamilienhaus am Kastanienweg abgespielt hat, ist noch völlig unklar. Fest steht: Ein 17-jähriger Ahlener wurde dort bei einem Messerangriff durch einen 21-jährigen Wohnungslosen lebensgefährlich verletzt. Jetzt ermittelt eine Mordkommission.

„Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Mittwochvormittag. „Die Hintergründe der Tat sind unklar. Wir suchen weitere Zeugen, die Hinweise geben können.“ In einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf und der Polizei Münster ist von einer „Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen“ die Rede.

Kurz nach Mitternacht eskalierte die Situation offenbar massiv. Ob es schon zuvor ein Zusammentreffen des Opfers mit dem Beschuldigten in einer nahen Wohnung gegeben hat, dazu wollte sich Botzenhardt auf Anfrage unserer Zeitung nicht äußern. Die Tat selbst sei jedenfalls außerhalb des Mehrfamilienhauses geschehen, zu dem um 0.57 Uhr Polizei und Rettungsdienst gerufen wurden.

„Nach bisherigem Ermittlungsstand soll ein 21-Jähriger einen 17-jährigen Ahlener mit einem Messer im Halsbereich lebensgefährlich verletzt haben“, erläuterte der Erste Kriminalhauptkommissar und Leiter der Mordkommission, Ulrich Bux. Auch der 21-jährige wohnungslose Beschuldigte wurde, möglicherweise mit einem Messer, am Bein verletzt. Beide Beteiligten wurden von Rettungskräften in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Noch am Mittwochmorgen zeugten Blutspuren auf dem Gehweg vor einem der Gebäude sowie Hinterlassenschaften der notärztlichen Erstversorgung wie Gummihandschuhe und blutige Tücher von dem Geschehen der Nacht. Die Kriminalpolizei suchte noch über Stunden nach weiteren Hinweisen, setzte unter anderem einen Spürhund ein.

Einige Anwohner berichteten, dass die Ermittler womöglich noch eine Tatwaffe in den umliegenden Hecken oder Büschen vermuten. Sie zeigten sich indes gegenüber unserer Zeitung überrascht angesichts der Gewalttat: „Wir haben nichts mitbekommen“, sagte ein Nachbar. „Es gibt immer wieder mal lautstarke Auseinandersetzungen in dieser Ecke. Normalerweise hört man das hier zwischen den hohen Häusern.“

Das 17-jährige Opfer musste in der Nacht notoperiert werden und konnte bisher zur Sache noch nicht gehört werden. Der 21-Jährige wurde am Mittwoch befragt. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen mehr wissen werden“, so der Oberstaatsanwalt.

von Christian Wolff

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Kastanienweg in Ahlen: Mordkommission ermittelt.
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