Löschsystem Cobra äußerst effektiv
Bild: Rademacher
Das Löschsystem Cobra der Feuerwehr Ahlen haben Raphael Hülsmann und Sven Klug (im Bild) gemeinsam mit  Andreas Krätzig als Leiter der Cobra-Gruppe am Dienstag den Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen vorgestellt.
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Auf dem Geländer der Feuer- und Rettungswache löschten allerdings am Dienstag  Raphael Hülsmann und Sven Klug keine Flammen, sondern demonstrierten eindrucksvoll, wie mit Cobra gearbeitet wird und welche Vorteile es in der Brandbekämpfung, auch hinsichtlich des Schutzes der Einsatzkräfte, hat.

In Sekundenschnelle frisst sich Wasserstrahl durch Stahlblech

 An einer massiven Feuerschutztür, die bereits zahlreiche kleine Löcher aufwies, erläuterte Feuerwehr-Chef Walter Wolf das Löschsystem. Aus dem 400 Liter fassenden Tank in einem Kastenwagen (Vorauslöschfahrzeug) wird das mit einem Abrasiv (Eisenoxid) versetzte Wasser durch eine Hochleistungspumpe mit 300 bar Druck durch den Schlauch und eine Lanze gedrückt, die ein Feuerwehrmann gegen die Tür oder eine Mauer presst. Ein zweiter Mann stützt ihn dabei. In Sekundenschnelle frisst sich der Wasserstrahl durch das Stahlblech der Tür und zerstiebt dann zu einem feinen Sprühnebel. Dieser entzieht den Brandgasen in Innenräumen schnell die Wärmeenergie und kann so ein Durchzünden verhindern.

Bei dem Rappelkisten-Brand habe man Cobra unter anderem dafür eingesetzt, das Feuer in einer Zwischendecke des Gebäudes zu löschen, das die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen nicht mehr hätten betreten können, erklärte Wolf. Außerdem sei es gelungen, einen Öltank neben einer Gebäudewand zu sichern, indem durch eine Außentür der Wassernebel ins Innere der Halle gesprüht worden sei. Dadurch habe man die Wand kühlen oder sichern können. Da die Einsatzkräfte mit Cobra zunächst von außen gegen einen Brand vorgehen können und einen Brandraum nicht sofort betreten müssen, trägt das Löschsystem zu mehr Sicherheit für die Löschtrupps bei.

Bei Großbrand 120 Kräfte im Einsatz 

Walter Wolf zeigte sich am Dienstag froh, dass die rund 120 Kräfte der Feuerwehr aus Ahlen und umliegenden Orten bei dem Großbrand Anfang August alle gesund aus dem 36-Stunden-Einsatz gekommen seien. Über die positive Resonanz aus dem Ausschuss freue er sich ebenso wie über viele positive Reaktionen auf die Arbeit der Feuerwehr. Seit Juli ist Cobra in Ahlen im Einsatz. Zu den Gesamtkosten von rund 144 000 Euro steuerten die Provinzial-Versicherung und der Kreis Warendorf je 30 000 Euro bei, letzterer unter der Maßgabe, dass das Löschsystem auch in Nachbarorten eingesetzt wird.

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