Mahnwache für auf Flucht Gestorbene
Auf dem Rathausvorplatz in Ahlen findet am Samstag, 10. November, ab 10.30 Uhr für die auf der Flucht nach Europa verstorbenen Menschen.

Der Vortrag ist am Freitag, 9. November, ab 19 Uhr im Bürgerzentrum Schuhfabrik und die Mahnwache am Samstag, 10. November, von 10.30 bis 13 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Ahlen. Der Vortragsabend und die Mahnwache finden statt im Rahmen des Projekts „Inter-Aktion“ der Werkstattgruppe Politik Münster, das vom Landesministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert wird und Ursachen und Folgen der Flucht nach Europa beleuchtet.

Der Vortragsabend am Freitag, 9. November, ab 19 Uhr im Büz im Gruppenraum 5 stellt laut Ankündigung Aspekte historischer und gegenwärtiger Migrationsbewegungen nebeneinander: Zunächst wird Bezug genommen auf den Zuzug von Menschen nach Ahlen in den 1950er- und 1960er-Jahren, die als Arbeitskräfte in der Stadt willkommen geheißen wurden. Außerdem geht es um den heutigen Umgang der Stadt mit den Menschen mit einer aktuellen Migrationsgeschichte.

Der Hauptvortrag thematisiert die aktuelle EU-Flüchtlingspolitik. Referent des Abends ist der Bremer Migrationsexperte Olaf Bernau (Afrique-Europe-Interact), der auf Einladung der Werkstattgruppe und dem Kooperationspartner Förderverein für Flüchtlinge den Vortrag zum Thema „Fluchtrouten in Afrika und die aktuelle Migrationspolitik der EU“ halten wird. Der Vortragsabend mit anschließender Diskussion ist kostenlos.

Dem Vortragsabend folgt am Samstag, 10. November, von 10.30 bis 13 Uhr die Mahnwache auf dem Rathausvorplatz. Dabei entrollen die Werkstattgruppe Politik und der Förderverein für Flüchtlinge die Dutzende Meter lange „Liste der Toten“. Sie erinnerten an jene Flüchtlinge und Migranten, die seit der europäischen Asylrechtsverschärfung in den 1990er-Jahren auf ihrem Weg nach Europa ums Leben gekommen seien, heißt es in der Ankündigung. Die Liste umfasst bis heute rund 35.600 Tote.

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