Mammut-Tierheim als Vorzeigeeinrichtung
Bild: Engelbrecht
Beim Rundgang zeigte das Ahlener Mammut-Tierheim-Team, was sich seit den Umbaumaßnahmen, die im Jahr 2013 starteten, getan hat.
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Zu Gast war außer der Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass (SPD) eine Delegation aus Bayern, bestehend aus Bürgermeistern, Geschäftsleitern und Kämmerern, sowie Vertreter des örtlichen Tierschutzvereins. Der Grund: Den Fertighaushersteller 3S aus Göttingen, der die Außenhüllen für die Tierhäuser des Mammut-Tierheims zur Verfügung stellt, haben auch die Bayern im Blick für die Arbeiten in ihrem Landkreis Amberg-Sulzbach. Ob die Firma eine gute Wahl ist, davon konnten sie sich nun selbst ein Bild machen und die Tierhäuser von innen und außen anschauen. „Das einstige Tierheim des Grauens hat sich zum Mustertierheim entwickelt“, betonte Christiane Schäfer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Ahlen und Umgebung als Betreiber.

Förderung vom Land NRW

Vier neue Häuser (zwei mit 132 und zwei mit 86 Quadratmetern) wurden auf dem Gelände errichtet. Den Anfang machte 2014 das Katzenhaus, es folgten das Hundehaus und die Katzenquarantäne. Die Hundequarantäne befindet sich derzeit im Bau. Pro Haus mussten rund 120 000 Euro investiert werden. Mit je 80 000 Euro fördert das Land Nordrhein-Westfalen die Maßnahmen. Der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert. Falls das Budget reicht, sollen noch eine Krankenstation entstehen und das alte Hundehaus abgerissen werden.

Lob für ehrenamtliche Arbeit des Vorstands

Für die langjährige Unterstützung durch Annette Watermann-Krass ist das Tierheim-Team sehr dankbar. „Wir sind auf dem besten Weg. Alles läuft professionell“, betonte die Landtagsabgeordnete und lobte auch die ehrenamtliche Arbeit des Vorstands. Für die Zukunft sei es wichtig, eine Grundfinanzierung sicherzustellen. Derzeit erhält das Heim jährlich 90 000 Euro von den Kommunen im Kreis Warendorf. Ungefähr der gleiche Betrag falle jedoch allein für Tierarztkosten an, berichtete Schäfer. Spendengelder seien unverzichtbar.

Derzeit sind 27 Katzen sowie 21 Hunde im Tierheim untergebracht. Für Kleintiere soll demnächst wieder ein Bereich entstehen. Betreut werden die Tiere von vier Vollzeit- und zwei Teilzeitkräften sowie zwei Auszubildenden, die alle nach Mindestlohn bezahlt werden.

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