Mammut-Tierheim bekommt Landeszuschuss
Bild: Wittmann
Der gestreifte Toni auf dem Arm von Tierheimleiterin Christina Engelmann (l.) und der rothaarige Dijego, der mit der Vorsitzenden Christiane Schäfer (r.) kuschelt, haben im Mammut-Tierheim in Tönnishäuschen eine vorübergehende Bleibe gefunden, bis Katzenliebhaber ihnen ein dauerhaftes Zuhause geben. In diesem Jahr hat der Verein schon rund 200 Katzen kastrieren lassen – mehr, als eigentlich Mittel dafür vorhanden waren.
Bild: Wittmann

Dort sowie bei Bauernhöfen und in Schrebergartenanlagen fangen Mitarbeiter des Tierschutzvereins die Streuner ein und bringen sie zum Tierarzt, um das Elend nicht größer werden zu lassen.

Frohe Kunde gab es zu diesem Thema nun in der Adventszeit: Das Land NRW, das zunächst 5000 Euro für die Kastrationsaktion zugesagt, dann aber wegen Haushaltssperre gestoppt hatte, lässt die Mittel nun doch fließen. Und die brauche der Tierschutzverein auch, sagt Schäfer. Der Deutsche Tierschutzbund sei zwar mit 3000 Euro in die Bresche gesprungen, doch seit Anfang des Jahres habe man rund 200 Katzen kastrieren lassen, die zusammengerechnet 8000 Euro seien also mehr als verbraten. Manche der eingefangenen und operierten Tiere seien zahm oder würden im Tierheim zutraulich werden, diese könne man dann vermitteln.

Wilde Katzen werden entweder wieder an den Fundstellen ausgesetzt oder auf Bauernhöfe gebracht. Wenn sie dort zu fressen bekämen, seien kastrierte Tiere auch standorttreu. Von dem Geld sei auch Katzenbesitzern geholfen worden, die selbst nicht die Summe für eine OP hätten erübrigen können, erläutert Schäfer. Wenn man von Bauernhöfen Katzen abhole, dann sei dies mit dem Hofbesitzer abgesprochen –beziehungsweise bekomme man oft zu hören: „Die gehören uns nicht.“ Wobei Christiane Schäfer darauf hinweist: „Rein rechtlich ist es so: Wer die Katze füttert, dem gehört sie.“ I

m neuen Jahr braucht der Tierschutzverein wieder Geld für Kastrationen. Finanzielle Unterstützung kommt unter anderem von den Rotariern. Und die bestreiten aus dem Erlös ihrer Vernissage „Katzensprung“ auch die Operationskosten für die Hündin Donna, die einen Kreuzbandriss hat (1700 Euro).

Außerdem hat die Kunstklasse 5.1. der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen eine Patenschaft übernommen. Sie beschäftigt sich nicht nur in Projekten mit dem Thema Tiere und Tierhaltung, sondern macht Aktionen, um Geld zu sammeln. Wie etwa jüngst die selbstgebastelten Futterspender für Vögel, pfiffig vom Technikkursus aus Plastikflaschen und Ästen hergestellt.

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