Mammutspiele wieder im Wersestadion
Bild: Lange
Das Wersestadion in Ahlen wird auch in diesem Sommer für zwei Wochen zum Austragungsort der städtischen Ferienspiele. Zudem laufen Überlegungen an, die Betreuung schon ab 8 Uhr anzubieten. Hier soll von Fall zu Fall entschieden werden. Das Bild zeigt das Betreuer-Team der „Mammut-We-Emm“ aus dem vergangenen Jahr.
Bild: Lange

Die Mammutspiele erleben ihre 27. Auflage. Das Wersestadion erlebte im Vorjahr unter dem Motto „Mammut-We-Emm“ die Premiere, die ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien stand. Der sportliche Aspekt soll laut Jakob im kommenden Sommer nicht so stark im Vordergrund stehen. „Wir werden weiterhin kreativ tätig sein und uns etwas einfallen lassen“, sagte der Gruppenleiter Jugendförderung. Die benachbarte Fritz-Winter-Gesamtschule soll während der Ferienspiele erneut genutzt werden.

Jakob ging auch auf einen Antrag der CDU ein, die um die Prüfung der Einführung der Langzeitbetreuung ab 8 Uhr bat. Als Grund gaben die Christdemokraten die Berufstätigkeit vieler Eltern an, die ihre Kinder bis zur Öffnung der Ferienspiele um 10 Uhr anderweitig betreuen lassen müssten. „Ist Kindern ein ‚Arbeitstag‘ von 9,5 Stunden zuzumuten?“, frage Jakob. „Die Kinder sollen entspannt in die Ferienspiele hineinkommen.“

Bei der Einführung dieses Modells würden die Organisatoren die Notwendigkeit von Fall zu Fall abwägen. Berufstätigkeit oder die schwere Erkrankung eines Elternteils seien Kriterien, die für eine Aufnahme in die Langzeitbetreuung sprächen. Allerdings würde diese in der Schule und nicht auf dem Gelände des Wersestadions erfolgen. „Wenn sich die Kinder dort eher als die anderen aufhalten, weckt das Begehrlichkeiten“, gab Jakob zu bedenken.

Die Langzeitbetreuung koste zehn Euro pro Woche extra und sei nur im Rathaus buchbar. Bei der Einrichtung von etwa 100 Plätzen müssten bis zu neun Betreuer extra – zwei bis vier davon für die Kinder mit Integrationsbedarf – eingespannt werden. Jakob rechnete mit einem Zuschussbedarf von 750 bis 1000 Euro. „Wir brauchen dann auch mehr Power der Hauptamtlichen“, sagte er.

Als „gutes Pfund“ bezeichnete Ausschussvorsitzende Gabi Duhme die Zahlenspiele Jakobs. „Aber es ist klar, dass es die Langzeitbetreuung nicht zum Nulltarif gibt.“

SOCIAL BOOKMARKS