Man darf auch trotz Krisen fröhlich sein
Bild: Otto
Die Pütt-Pott-Ploug-Standarte wurde gesegnet (v .l.): Jürgen Bahr, Patrick Werner, Susanne Otte und Pfarrer Reinhard Kleinewiese.
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Diese Messe sei für alle etwas Besonderes, meinte Pastor Reinhard Kleinwiese zu Beginn und erzählte von einer kürzlich stattgefundenen Begegnung mit einer Ahlenerin, die in Unkenntnis seiner Person ihm mitteilte, da solle er doch einmal hingehen. „Und da gehe ich gern hin“, grinste der Pfarrer unter dem Gelächter der Gottesdienstbesucher. Überhaupt zeigte sich Pastor Kleinewiese als Jeck – er verstand es hervorragend, die Liturgie mit dem Karneval zu verbinden. Als Belohnung gab es zum Abschluss den Prinzenorden und den Kinderprinzenorden für den Priester.

In gewohnter Manier hatte die Karnevalgesellschaft Nord-West-Humor, unterstützt vom Männergesangverein Concordia, auch diesen Gottesdienst gestaltet. Zwar gab es eine Menge Frohsinn in den Beiträgen, aber auch ernste Worte. „Nicht jeder Beitrag muss lustig sein“, meinte Rudolf Pollex.

Und so gelang es den Narren mit dem Lied „Ich glaube“ von Udo Jürgens die gegenwärtigen Probleme und Krisen in der Welt in den Fokus zu rücken. „Man darf auch in dieser Zeit fröhlich sein“, stellte Pollex fest und fuhr fort: „Wir dürfen auch über Religionen lachen, denn keine Religion kann für sich beanspruchen, die einzig Richtige zu sein.“ Gott habe Humor gehabt, denn er habe den Menschen erschaffen, schloss Pollex.

Zu den karnevalistischen Höhepunkten des Gottesdienstes zählte neben dem Auftritt der Kükengarde auch die Weihe einer neuen Standarte der KG Pütt Pott Ploug, der ältesten Karnevalgesellschaft Ahlens. In einem Interview mit Präsidentin Susanne Otte hinterfragte Pfarrer Kleinewiese den Sinn einer Standarte und spendete ihr Gottes Segen – wohlbedacht, das die Standarte selber kein Weihwasser bekam. Dafür wurde Standratenträger Patrick Werner orden

tlich nass gemacht „Der Clown liebt die Menschen und Nord-West-Humor liebt den Clown“. Das solle auch in Zukunft so bleiben, stellte Pollex auf die eigene KG ab. Pastor Kleinewiese nahm das gern auf und stellte die Kollekte darauf ab: „Die Einnahmen gehen komplett an die Klinikclowns, die kranken Kindern Hoffnung und Frohsinn ans Krankenbett bringen.“

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