Marienschule: Verzicht auf Beschwerde
Vier zusätzliche Erstklässler muss die Marienschule vorläufig aufnehmen – die Anweisung des Landes dazu liegt der Schulleitung nun vor.

Zu einer Verhandlung über die anhängigen Klagen kann es aber trotzdem noch kommen. Das Verwaltungsgericht hatte vor zwei Wochen über vier Eilanträge entschieden. Es beschloss, dass die Ablehnungen rechtswidrig waren, weil die Stadt die Größen der Eingangsklassen nicht pauschal hätte verkleinern dürfen (das „AT“ berichtete). Die Kinder müssten demnach aufgenommen werden.

 „Die Stadt wird keine Beschwerde einlegen“, sagte jetzt Schulfachbereichsleiter Christoph Wessels, der allerdings gleich nach dem Beschluss signalisiert hatte, dass eine endgültige Klärung aufgrund der Bedeutung für kommende Aufnahmeverfahren wichtig sei. Maßgeblich für den Verzicht auf die Beschwerde sei, dass sowohl die betroffenen Familien als auch die Schule in der kommenden Woche mit Planungssicherheit in das Schuljahr starten sollten, teilt die Stadt mit.

 „Es wäre gar nicht zu verantworten, die Beteiligten unter Umständen bis zum ersten Schultag darüber in Unsicherheit zu lassen, an welcher Schule die Kinder ihre schulische Laufbahn beginnen“, schreibt Stadtsprecher Frank Merschhaus.

 Im Namen des Schulamts teilt Kreissprecher Norbert Kampelmann mit, dass auch von Seiten des Landes keine Beschwerde eingelegt werde. Die Schulleitung sei offiziell angewiesen, die Kinder vorläufig aufzunehmen. Es werde aber davon ausgegangen, dass es noch zum Hauptsacheverfahren komme, also über die eigentlichen Klagen verhandelt werde. Dies würde nur dann nicht geschehen, wenn die Eltern die Klagen fallen ließen, weil etwa die anderen Parteien dem Begehren der Kläger endgültig nachgäben, erklärt Ulrich Bröker, stellvertretender Sprecher des Verwaltungsgerichts. „So lange die Klage aufrecht erhalten wird, wird auch darüber entschieden werden.“

SOCIAL BOOKMARKS