Markthalle mit italienischem Flair
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Der Gebäude-Komplex für den neuen Rewe-Markt in Dolberg wächst mit Riesenschritten. In der kommenden Woche wird bereits das Dach gemacht. Für Anfang November ist die Eröffnung geplant.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Millimeterarbeit ist notwendig, wenn Lothar Jungnick (55) die schweren Holzteile an die richtigen Stellen bugsiert. „Alles Routine“, sagt der Kranführer und fährt den Teleskoparm des Fahrzeugs bis zu einer Höhe von 35 Metern aus. „Maximal sind 43 Meter drin“, so der Experte. Doch in Dolberg sei das nicht nötig.

Seit fast 20 Jahren macht Jungnick den Job. „Wichtig ist die Einweisung“, verrät er. Die drei Tonnen schweren Holzleimbinder, die er in Dolberg bewegt, seien allerdings eher Leichtgewichte, stellt er fest. „Andere Teile wiegen bis zu 20 Tonnen – beispielsweise Elektrostationen.“

Stiller Beobachter bei der Aktion ist Mitbauherr Heinrich Artmann. „90 Prozent der Maurer- und Betonarbeiten sind fertig, ab der kommenden Woche wird das Dach gemacht“, sagt er. Bislang laufe alles nach Plan. „Wir liegen gut in der Zeit“, so der Dolberger. Ende Oktober soll der Gebäudekomplex fertig sein. „Die Eröffnung ist Anfang November.“

Lothar Jungnick ist Experte. Mit seinem 60-Tonnen-Kran transportierte er die drei Tonnen schweren Holzleimbinder.
Wo sich in der Vergangenheit Kühe und Schafe ein Stelldichein gaben, entsteht auf dem 6800 Quadratmeter großen Grundstück am Kreisel in Dolberg der neue Rewe-Markt Schürbüscher. „Es wird ein Laden der kurzen Wege“, erklärt Artmann. Durch eine ausgeklügelte Anordnung der einzelnen Bereiche werde das möglich.

Nach dem Konzept von Mitbauherr Thomas Schürbüscher entstehe eine Art „italienische Markthalle“, erklärt Artmann das Konzept. Das Herzstück sei der knapp acht Meter hohe Mittelteil, für den die sechs Leimbinder bestimmt sind und in dem der Vollsortimenter künftig auf einer Verkaufsfläche von rund 1200 Quadratmetern Platz findet. Hinzu kämen die Seitenschiffe. In denen würden ein Backshop, die Leergutannahme, die Getränkeabteilung sowie die Sozialräume untergebracht.

„Der Eingangsbereich erhält eine Glasfront mit einem 4,5 Meter breiten Vordach“, so Artmann. Das Gebäude werde hell und lichtdurchflutet. Eine direkte und störende Sonneneinstrahlung werde aber durch die Nord-Ost-Ausrichtung des Gebäudes verhindert.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 13. Juli.

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