Millionenpaket für Stadtteil Süd/Ost geschnürt
Bild: Manfred Kosela
Eine besondere Rolle im integrierten Handlungskonzept Süd/Ost der Stadt Ahlen spielt das Zeppelin-Carrée. Innosozial hat konkrete Pläne für eine Umnutzung.
Bild: Manfred Kosela

Das 21,3 Millionen Euro schwere Vorhaben (Förderungsquote: 70 Prozent) ist am Dienstag, 5. Dezember, Thema in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Stadtplanung und Bauen, Soziales, Familie, Frauen und Senioren, Schule und Kultur, Sport und Freizeit sowie Jugendhilfe. Bereits im Dezember 2016 hatte der Rat der Stadt Ahlen die Erarbeitung des Konzeptes in Auftrag gegeben und dafür 60 000 Euro zur Verfügung gestellt (das „AT“ berichtete). Den Zuschlag erhielt das Büro „StadtRaumKonzept“ aus Dortmund.

Die sozialen Herausforderungen sehen die Planer in der hohen Jugendarbeitslosigkeit (25 Prozent) in diesem Quartier begründet. Zudem führen sie bauliche Defizite im Wohnumfeld (Beispiel Hansastraße), wohnwirtschaftliche Herausforderungen (Stockpiper) und gewerbliche Infrastrukturdefizite (ehemalige Zeche Westfalen) an. Aufgaben in sozialen und kulturellen Angeboten sollten nach Einschätzung des Fördermittelgebers ebenfalls erfasst werden, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Strategie des integrierten Handlungskonzeptes fußt im Kern auf einer Schwächen- und Potenzialanalyse. Daraus hat sich ein Leit- und Zukunftsbild 2030 für das Quartier ergeben. Die Leitlinie lautet „Vielfalt als Impuls für einen aktiven und gesunden Stadtteil Süd/Ost“. In der Beschlussvorlage heißt es dazu: „Vielfalt ist im positiven Sinne von Gemeinschaft durch unterschiedliche Herkunft, Generationen, Lebensweisen, Religionen, Berufswelten, Bildungsabschlüsse, Nutzungen und Stadträume zu verstehen. Aktiv ist im Sinne von Kooperation, Respekt, Weiterentwicklung, Unterstützung, Gleichberechtigung, Mitwirkung, Identifikation, Solidarität, Nachbarschaft gemeint. Gesundheit ist im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung durch Stadtökologie, Grünraum, (Umwelt-)Klimaschutz, Sauberkeit, Emissionsfreiheit, Neuer Energien, Garten, Naherholung, Bewegung, Sport/Fitness, Ernährung, Aufklärung, Barrierefreiheit und Nahmobilität herzustellen.“ Fünf Handlungsfelder mit 34 Maßnahmen sind entwickelt worden (siehe Hintergrund). Grundlage war die intensive Beteiligung der Akteure vor Ort.

Lesen Sie mehr in der Mittwochausgabe des „AT“.

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