Mitstreiter für Sorgentelefon gesucht
Bild: Voss-Loermann
Anonym und kostenfrei ist die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche. Für das Beratungsangebot in Ahlen werden neue Mitstreiter gesucht.
Bild: Voss-Loermann

Auch in Ahlen sitzen täglich ab 14 Uhr Berater am Telefon, hören sich die Sorgen der Jugendlichen an und verweisen weiter an Hilfsangebote. „Oft ist es auch genug, wenn einfach mal in Ruhe zugehört wird, denn viele Jugendliche erleben das im Elternhaus gar nicht. Sie für voll zu nehmen, sie aussprechen zu lassen und ihre Ängste wirklich ernst zu nehmen, ist das Anliegen des Kinder- und Jugendtelefons“, sagt Gudrun Balmes, eine der Verantwortlichen für Ahlen.

Doch damit der Dienst auch ungehindert weitergehen kann, suchen die Berater jetzt Verstärkung. „Wir brauchen dringend ehrenamtliche Mitstreiter im Kinderschutzbund für das Telefon“, so Balmes. Eine neue Gruppe soll Anfang März starten, denn die Männer und Frauen am anderen Ende der Leitung brauchen selbst erst einmal eine gründliche Einweisung, um dann später am Telefon als Helfer tätig werden zu können.

Die Ausbildung findet einmal wöchentlich statt und dauert ein halbes Jahr. In dieser Zeit gibt es Einweisungen in den manchmal auch herausfordernden Dienst. Deshalb sollten Bewerber älter als 18 Jahre sein. Die Ausbildung bringt dem ehrenamtlichen Berater persönlich auch jede Menge Positives für sein Leben, denn sie beinhaltet Gesprächsführung, Einführung in die Methoden der Beratung, Kommunikation und Selbstreflexion. Wiederkehrende Themen am Telefon sind Ärger mit den Eltern, Stress in der Schule, Liebeskummer, ungewollte Schwangerschaft, Fragen zur Sexualität und vieles mehr.

Das Kinder- und Jugendtelefon gibt es im Kreis Warendorf seit 2009. Es ist Mitglied der europaweiten „Nummer gegen Kummer“. Die Berater hören in erster Linie zu. Sie greifen grundsätzlich nicht ein, verweisen die jungen Leute bei Bedarf aber an entsprechende Fachstellen und Beratungsangebote. Für die Ehrenamtlichen am Telefon ist es immer wieder eine große Erfüllung, wenn sie merken, dass sie einem Kind oder Jugendlichen wirklich weitergeholfen haben.

Interessierte Erwachsene melden sich bei Gudrun Balmes,  Telefon 0162/9833872 oder bei Liane Beumer, Telefon 0176/ 45155257.

SOCIAL BOOKMARKS