Mops-Affäre: Anzeige gegen Mitarbeiter
Bild: Mikko Schümmelfeder/RP

Gegen den Mitarbeiter der Stadt Ahlen, der ihr Mops Edda verkauft hat, hat Michaela Jordan jetzt Strafanzeige wegen Betrugs bei der Staatsanwaltschaft Münster eingereicht.

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Die Polizeibeamtin aus dem Rheinland verfolgt den Umgang der Stadt mit der Mops-Affäre aus der Ferne. „Neue Entwicklungen erfährt man ja ausschließlich über die Medien“, sagt sie im „AT“-Gespräch und erwähnt das von der Stadt Ahlen in Auftrag gegebene Rechtsgutachten, demzufolge die Pfändung des Tieres zulässig gewesen ist.

Trotz mehrfacher Anfragen herrscht Funkstille

„Auf mich wirkt das wie ein Versuch, sich reinzuwaschen“, meint sie. „Warum besitzt die Stadt nicht die Stärke, ihren Fehler zuzugeben?“ Sie bemängelt, dass niemand aus der Ahlener Verwaltung sie jemals angerufen oder versucht habe, sie an einen Tisch zu holen, um das Thema zu klären. „Auch auf Schreiben meines Anwaltes gibt es keine Rückmeldungen“, sagt Jordan.

Das Rechtsgutachten wird am Montag, 25. März 2019, im Finanz- und Personalausschuss behandelt. Eine entsprechende Vorlage gibt es im Internet nicht. Dennoch liegt das von einer Rechtsanwaltskanzlei in Hamm erstellte Schreiben diversen Medien vor.

Keine Worte für das Verhalten der Stadt

Auch Michaela Jordan ist das Gutachten übermittelt worden. „Dafür, dass das eigentlich nicht öffentlich sein sollte und trotzdem so die Runde macht, fehlen mir die Worte“, stellt sie der Stadt kein gutes Zeugnis aus. Bei der Stadt gab es keine Stellungnahme, wie mit der Anzeige gegen den Mitarbeiter umgegangen werde. Diese Information sei neu, meinte Stadtsprecher Frank Merschhaus.

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