Mops Edda beschäftigt höhere Instanz
Mops-Hündin Edda befasst bald das Landgericht Münster.

Mops "Edda" hatte Schlagzeilen gemacht, nachdem das Tier von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet und übers Internet für 690 Euro an eine Frau aus Wülfrath verkauft worden war.

Die Käuferin fühlt sich getäuscht, da der Mops entgegen der Angaben in der Internet-Annonce nicht gesund gewesen sei. Sie will den Kaufpreis und Tierarztkosten erstattet bekommen. Laut ihrem Anwalt würden sich allein die Kosten für Medikamente bei einer Lebensdauer von 15 Jahren auf 13 000 Euro summieren. Der Streitwert liegt sogar noch höher - womit das Amtsgericht Ahlen nicht mehr zuständig ist. Auf Antrag des Anwalts verwies das Gericht den Fall an das höhere Gericht.

Die Kammer in Münster solle nicht nur über den Schadenersatz entscheiden, sondern "auch über die Rechtsfrage, ob die Pfändung überhaupt zulässig war", so Anwalt Wolfgang Kalla: "Viele Menschen können von Pfändungen von Haustieren betroffen sein - hier muss es Rechtssicherheit für Mensch und Tier geben." Wann über den Fall verhandelt wird, ist noch unklar. Laut Amtsgericht werden zunächst die Streitparteien über den Entschluss informiert.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erzählt in seiner aktuellen Ausgabe von Samstag unter dem Titel „Ein deutscher Mops“ auf vier Seiten noch einmal ganz ausführlich die Geschichte von Mops „Edda“ und nennt den Vorfall eine Posse. Das Tier hatte ein Vollstreckungsbeamter der Stadt Ahlen bei einer verschuldeten Familie in der Wersestadt gepfändet und verkauft. Darüber hatte nicht nur das „Heute-Journal“ berichtet, sondern Medien weltweit.
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