Muslime an Gymnasien unterrepräsentiert
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Unverhältnismäßig gering ist der Anteil muslimischer Schüler an den Schülern der Ahlener Gymnasien: Er beträgt nur rund 12 Prozent, während Jugendliche muslimischen Glaubens an allen weiterführenden Schulen zusammen einen Anteil von 23 Prozent an der Schülerschaft haben.
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Von knapp 7480 Schülern sind rund 3250 katholisch (43 Prozent) und 1470 evangelisch (20 Prozent). Muslime sind etwa 1850 (25 Prozent) der Ahlener Schüler.

An den beiden Ahlener Gymnasien sind nur 12 Prozent der Schüler muslimischen Bekenntnisses, während 81 Prozent den beiden christlichen Konfessionen zugerechnet werden. An der Gesamtschule gibt es eine ähnliche Verteilung: 74 Prozent der Schüler sind christlich getauft, 17 Prozent muslimischen Glaubens. An den drei Hauptschulen hingegen sind 45 Prozent der Schüler muslimischen und 39 Prozent christlichen Bekenntnisses.

Die Zahlen zu den weiterführenden Schulen weisen für Ahlen auf ein Phänomen hin, das auch bundesweit diskutiert wird: Je höher der zu erreichende Abschluss an einer Schule, desto stärker unterrepräsentiert sind Schüler mit türkischem Migrationshintergrund. Diese Gruppe ist nicht mit den Muslimen gleichzusetzen, doch die meisten Muslime in der Wersestadt zählen zu dieser Gruppe.

An Hauptschulen sind Muslime deutlich überrepräsentiert

An den Gymnasien ist der Anteil muslimischer Schüler fast nur halb so groß (12 Prozent) wie an der Gesamtschülerschaft der weiterführenden Schulen (22 Prozent). An der Gesamtschule, die ebenfalls zum Abitur führt, ist der Anteil der Muslime (17 Prozent) ein gutes Viertel kleiner als an der Gesamtschülerschaft (23 Prozent). Sowohl an der Realschule (33 Prozent) als auch vor allem an den Hauptschulen (45 Prozent) die den geringstqualifizierten Abschluss bieten, sind die muslimischen Schüler klar überrepräsentiert.

Mehr Details zu den Religionszugehörigkeiten Ahlener Schüler finden Sie in der Ausgabe des „Ahlener Tageblatts“ vom 10. Januar.

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