Mutter Mini gelingt der große Wurf
Bild: Andrea Wittmann
Das Mutterschaf Mini mit seinen Vierlingen: So etwas erleben Schafzüchter äußerst selten. Neben Mini steht das einzige Mädchen der schwarz-weißen Rasselbande von Jakobschafen. Die drei Böckchen müssen zum Winter hin den Hof Surmann in der Ahlener Hagenbrede verlassen
Bild: Andrea Wittmann

„Drillinge hatten wir schon öfter, aber noch nie Vierlinge. Das ist sehr selten“, erklärt Klemens Surmann, der sich die weiß-schwarzen Jakobschafe vor 15 Jahren als tierische Rasenmäher angeschafft hat. Auch sein Tierarzt aus Sendenhorst habe gesagt, dass er in seinen 35 Berufsjahren bei Lämmergeburten noch nie Vierlinge gehabt habe.

Doch das sieben Jahre alte Mutterschaf Mini hat offenbar gute Gene für Mehrlingsgeburten: Mini ist selbst ein Drilling. Seinen Namen hat das Schaf bekommen, weil es einst das kleinste von den drei Geschwistern war. Mini ist nun mit den Vierlingen der große Wurf gelungen. Insgesamt hat sie schon 17 Lämmer auf die Welt gebracht. Um das Mutterschaf zu entlasten – die Milch reicht normalerweise für zwei bis maximal drei Lämmer – bereitet Helga Surmann mehrmals am Tag ein Fläschchen mit Milchpulver zu. Das mittlerweile sieben Woche alte Flaschenkind nuckelt pro Tag einen Liter weg, aufgeteilt auf vier Portionen. Ab und zu holt sich das Böckchen noch ein paar Schlucke bei Mini.

Die diesjährigen Lämmchen haben noch keine Namen. Denn nur die, die bleiben dürfen, bekämen einen, erklärt Helga Surmann. Von den Vierlingen werden die Surmanns wahrscheinlich nur das Mädchen behalten; seine drei Brüder müssen – wie auch die anderen Böckchen – im Winter den Hof verlassen. Und wenn sie nicht zur Zucht gebraucht werden, dann landen sie wohl doch irgendwo auf einem Teller.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 14. April.

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