Nach Schüssen Festnahmen in Ahlen
Bild: Detlef Peter Jotzeit
Durch Schüsse waren diese Anwohner aufgeschreckt und auf die Aktion vor ihrer Haustür aufmerksam geworden. Sie zeigen auf die Stelle, an der das Einsatzkommando zugeschlagen hatte.
Bild: Detlef Peter Jotzeit

„Das war wie im Krimi“, sagt eine 42-jährige Anwohnerin. So viel Action habe sie noch nie zuvor gesehen. „Es hat zweimal laut geknallt“, sagt sie und vermutet dahinter Schüsse. Damit liegt sie genau richtig, wie Kriminalrat Ralf Durben von der Kriminalinspektion Wittlich auf „AT“-Nachfrage später bestätigt.

Sie sei zusammen mit ihrem Mann (44) im Haus gewesen, berichtet die Zeugin, als sie durch quietschende Reifen und besagte Schüsse aufgeschreckt worden sei. „Wir haben uns hinter der Gardine versteckt und auf die Straße geschaut“, sagt ihr Ehemann. Schließlich habe niemand wissen können, wie die gefährlich wirkende Situation einzuschätzen gewesen sei.

Mehrere Fahrzeuge blockierten einen schwarzen Mercedes mit Kölner Kennzeichen. Aus Angst trauten sich die Anwohner nach den Schüssen zunächst nur hinter der Gardine zu einem Blick auf die Straße Umweg.
Vom Fenster aus hätten sie gesehen, wie mehrere Fahrzeuge den Straße blockiert hätten. Die Fahrzeuge seien aus Richtung Bergamtsstraße und Stapelstraße gekommen und hätten dort einen schwarzen Mercedes mit Kölner Kennzeichen festgesetzt. Das Fahrzeug sei quer auf der Straße zum Stillstand gekommen. Etliche maskierte Spezialkräfte hätten dann mit Waffen im Anschlag den Wagen umstellt. „Ein Festgenommener saß später gefesselt auf dem Bürgersteig“, so die Augenzeugin. Dem Mann seien zuvor die Augen verbunden worden.

Wenige Minuten später sei der Spuk schon vorübergewesen, so das Ehepaar. Der Mercedes habe zwar noch einen Moment am Straßenrand gestanden, sei dann aber auch abgeholt worden.

Was dahinter steckt, darauf können sich die Anwohner keinen Reim machen. Bedeckt hält sich auch die Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde, Susanne Dirkorte. Sie teilt auf Nachfrage mit, dass sie zum Einsatz keine Auskünfte erteilen könne. Zuständig sei die Kriminalinspektion Wittlich in Rheinland-Pfalz.

Schauplatz eines Polizeieinsatzes war am Mittwoch der Umweg.
Der zuständige Kriminalrat Durben verweist auf eine Pressemitteilung, die nach Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft noch veröffentlicht werden soll. Nur so viel ist ihm zu entlocken: Es gab eine polizeiliche Einsatzmaßnahme, mehrere Kräfte waren beteiligt, es gab Festnahmen und Schüsse sind gefallen.

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