Nach Starkregen staut sich das Wasser
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Der Eingangsbereich zu seiner Firmenhalle und die angrenzende Weide am Hermesweg in Dolberg standen nach dem Starkregen in der Nacht von Montag bis Dienstag unter Wasser.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Seine Kritik richtet er an die Adresse von Stadtverwaltung und Politik. Passiert sei bislang nichts, obwohl er schon mehrfach auf den Missstand hingewiesen habe, so Degen. Dabei sei sein Grundstück am Hermesweg 16 stets besonders betroffen. Dort unterhält der Sanitär- und Heizbaumeister noch Firmenhallen, die er mittlerweile verpachtet hat, sowie eine kleine Weide, auf der seine Tochter zwei Pferde stehen hat. „Das Wasser reichte bis in den Stall“, beklagt sich Degen und zeigt am Dienstagvormittag auf die noch vorhandene Wasserlache auf der Weide sowie den überfluteten Einfahrtsbereich zur Halle, in dem das Wasser noch mehrere Zentimeter hoch steht.

Mit dem neuen Gully sind nach Meinung von Bernhard Degen die Wasserprobleme aufgetreten.
„Das Problem besteht, seitdem der Spielplatz am Übergangswohnheim gebaut worden ist“, sagt Degen. Vorher habe es nur selten einen Wasserstau gegeben. Nicht zuletzt, weil die alte Entwässerungsleitung, die in einem angrenzenden Vorfluter ende, funktioniert habe. Doch dann habe es Probleme mit Wasser auf dem Spielplatz gegeben, erinnert sich Degen. Anfang des Jahres sei daher ein neuer Entwässerungsschacht mit eigener Entsorgungsleitung direkt neben dem Spielplatz gebaut worden. „Wahrscheinlich ist dabei die alte Leitung beschädigt worden“, vermutet Degen. Denn das Wasser laufe seitdem nicht mehr richtig ab.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, hat der 65-Jährige am Dienstag noch einen alten Regenschacht mit Spaten und Schaufel freigelegt, der sich am Rand seiner Weide befindet und dessen Abdeckung mit Gras bewachsen war. „Ein Nachbar hat mich auf die Stelle aufmerksam gemacht“, so Degen. Der Schacht sei demnach vor mehr als 20 Jahren gebaut worden. „Und auch der war voll bis oben hin“, so der Fachmann. Das sei ein Beleg dafür, dass das Wasser nicht ordnungsgemäß in den Vorfluter ablaufen könne.

Degen hofft nun, dass die zuständige Fachabteilung der Stadtverwaltung endlich aktiv wird. Zumal für ihn feststeht: „Der nächste Starkregen kommt bestimmt.“

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