Narren brauchen Geld für Rosenmontagszug
Die Präsidenten der Karnevalgesellschaften und der BAS-Vorstand sind entschlossen, an vier Samstagen in der Stadt auf die Finanzmisere des Rosenmontagszuges hinzuweisen. Am Samstag ist die erste Aktion auf dem Marienplatz.

Den Jecken ist das Lachen vergangen, wenn sie sich mit der Finanzierung der Kapellen beim Rosenmontagszug beschäftigen. Denn dort klafft ein dickes Loch, seit der Verkauf des Sessionsordens in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist. Doch gerade der Erlös aus dem Ordensverkauf dient ausschließlich der Finanzierung der Kapellen des Rosenmontagzugs.

„Wir werfen quasi unser Geld zum Spaß anderer auf die Straße“

Der Wagenbau hingegen ist Sache der Gesellschaften. Das süße Wurfmaterial, das unter das Jeckenvolk am Wegesrand gebracht wird, bezahlen die Narren aus eigener Tasche. „Wir werfen quasi unser Geld zum Spaß anderer auf die Straße“, resümierte der BAS-Chef am Mittwochabend im Hof Münsterland. Denn der Karneval sei ein Hobby wie jedes andere auch – und koste. „Wir schwimmen nicht im Geld“, warnte Carlo Wilk vor der sich abzeichnenden Finanzkrise und rief die Bevölkerung zur Unterstützung auf. Das gelte nach wie vor, wenngleich ein Geldinstitut als Sponsor den Unterstützungsbetrag kräftig aufgestockt hat. Das verkleinere das Finanzierungsloch zwar, schließe es aber nicht.

Die Jecken wollen mit den Menschen in der Fußgängerzone ins Gespräch kommen und sie auf das Problem aufmerksam machen. Wenn rund 3000 Sessionsorden verkauft würden, sei die Teilnahme der Musikgruppen am Rosenmontagszug gesichert. Das sei wichtig, denn die Musikgruppen – je mehr, je besser – trügen entscheidend zum Gelingen des Rosenmontagszuges bei.

Den vollständigen Artikel zu den Finanzierungsproblemen der Narren in Ahlen lesen Sie in der „AT“-Ausgabe vom 30. November

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