Neuer Wetterschutz auf Bahnsteigen
Dierk Hartleb
Derzeit wird noch wird an der Einrichtung der neuen Wetterschutzhäuschens auf den Bahnsteigen des Ahlener Bahnhofs gearbeitet.
Dierk Hartleb

Auf den Bahnsteigen des Ahlener Bahnhofs wird wieder gehämmert, geschweißt, zugeschnitten. Nach wochenlangem Stillstand – in der zweiten Oktoberhälfte 2019 war die Baustelle wegen eines nicht näher identifizierten Metallteils im Bereich des Treppenaufgangs zu Gleis 3 stillgelegt worden – sind die Arbeiten seit einigen Tagen auf den Bahnsteigen wieder aufgenommen worden.

Seit Umstellung auf den Winterfahrplan Mitte Dezember halten die neuen Züge halten in Ahlen. Die Ertüchtigung des Bahnhofs zur RRX-Station sieht auch die Aufstellung von neuem Wetterschutz vor. Damit sind die Mitarbeiter der mit dem Umbau beauftragten Hammer Firma zurzeit beschäftigt.

Demgegenüber ruhen die Ausschachtungsarbeiten im Treppenaufgang für den vorgesehenen Lift auch weiterhin. Nachdem der unbekannte Metallkörper im Oktober geortet worden war, hatten Stadt, Bezirksregierung und Bahn alte Karten gewälzt, in denen Bombenabwürfe im Zweiten Weltkrieg verzeichnet sind, um auszuschließen zu können, dass es sich womöglich um einen Blindgänger handelt. Augenscheinlich kam es zwischen der Bezirksregierung Arnsberg, bei der die Kampfmittelbeseitigung angedockt ist, und der mit weiteren Untersuchungen beauftragten Firma zu Missverständnissen, auf die man erst verspätet aufmerksam wurde. Bis auf einige farbige Markierungen in dem halbausgeschachteten Treppenaufgang liegt diese Baustelle auch weiterhin still.

Immerhin geht es jetzt oberhalb des immer noch nur halbseitig begehbaren Fahrgastunnels weiter. Auch die als erstes in Angriff genommene Rampe als Zugang zum Nothaltegleis 6 ist weitgehend fertiggestellt, aber noch nicht freigegeben.

Derzeit eine verlässliche Auskunft zu erhalten, wann und wie es weitergeht, scheint unmöglich. Bezirksregierung und Bahn konzentrieren ihre Kräfte auf die Bewältigung der Corona-Krise und die gesundheitliche Fürsorge für die Mitarbeiterschaft.

Im Zeitplan, wie ein Mitarbeiter der DB-Pressestelle in Düsseldorf am 28. Februar verlauten ließ, liege man mit der Ertüchtigung des Ahlener Bahnhofs offensichtlich nicht mehr und lag es nachweislich auch verzögerungsbedingt auch vorher nicht.

Nach Anfangsschwierigkeiten bei der Information über die Ausdünnung des Fahrplans scheint auch die Eurobahn wieder auf der Höhe der Zeit zu sein. Nach Einstellung der Ems-Börde-Bahn (RB 69) auf der Linie Münster-Bielefeld-Münster zum 25. März ließen die deutsche Tochter eines französischen Verkehrsunternehmens und zum Teil auch die DB die Regionalbahn noch einige Tage danach in ihrer Fahrplanübersicht verkehren, wie Pendler aus Münster kritisierten. Inzwischen finde sich in den Fahrplänen der Hinweis, dass diese Verbindung bis 19. April eingestellt worden ist.

von Dierk Hartleb

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