Notunterkunft: Schließung ist möglich
Bild: Lohmann
Über die ungebrochene Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge in den Ahlener Notunterkünften berichteten (v. l.) René Kloppenburg und Detlef Prösch.
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Letzte Hoffnung bleibt ein „Standby-Betrieb“ (das „AT“ berichtete am Samstag auf seiner Westfalenseite), der den bisherigen Betrieb ab März ablösen könnte. Die Umsetzung steht jedoch laut Winter noch in den Sternen.

Es sollte das einjährige Bestehen der Einrichtung sein, das am Sonntag Betreiber, Offizielle, Nachbarn und Sympathisanten zum Feiern an die Warendorfer Straße lockte. Doch die jüngsten Pläne der Bezirksregierung trüben die Aussicht. „Wir sind genauso überrascht wie Sie“, gestand Winter. Im Schulterschluss mit den ASB-Verantwortlichen René Kloppenburg und Detlef Prösch, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Thomas Schürmeyer (Fachbereich Soziales) sowie Flüchtlingsunterstützerin Angelika Knöpker stellte sich der Geschäftsführer den Fragen interessierter Bürger. Winter bestätigte, dass in Kombination mit den Stellen der Einrichtung in der Westfalenkaserne ab April 2017 insgesamt 80 Arbeitsplätze auf der Kippe stünden oder gestrichen würden. Als Sofortmaßnahme in Reaktion auf die Hiobsbotschaft habe man eine halbe Stelle geschaffen, im Rahmen derer die Mitarbeiter nun eine Beratung über ihre zukünftige Beschäftigung sowie Alternativen erhalten sollen. Alle Mitarbeiter seien bereits über die neuen Planungen informiert worden.

Überrascht über die mögliche Schließung oder den Wechsel in den „Standby-Betrieb“ sei man nicht gewesen – nur über den frühen Zeitpunkt. Berger sagte dazu: „Es war immer klar, dass es einen Standby-Betrieb geben wird und dass wir dafür in Frage kommen.“ Grund für die bevorstehenden Veränderungen sind zu geringe Auslastungen.

Mehr im „AT“ vom 29. August.

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