Notunterkunft in Kaserne geplatzt
Bild: Kessing
Dieses Tor der Westfalenkaserne an der Hammer Straße in Ahlen, das laut Hauptfeldwebel Christian Jonas als Zuwegung zu einer geplanten Notunterkunft vorgesehen war, wird sich vorerst nicht für Flüchtlinge öffnen. Grund sollen Sicherheitsprobleme sein.
Bild: Kessing

Bei der Stadtverwaltung herrscht großes Bedauern darüber, dass die beiden Wohnblöcke, in denen bis zu 350 Menschen vorübergehend eine Heimat finden sollten, kurzfristig nicht genutzt werden können.

„Welcher Gesinnungswandel zur jetzigen Haltung des Landeskommandos geführt hat, erschließt sich mir nicht“, reagierte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller fassungslos auf die Nachricht. Er dankte den Soldaten des Sanitätsregimentes vor Ort, die sich „äußerst kooperativ, pragmatisch und lösungsorientiert“ gezeigt hätten. Benedikt Ruhmöller informierte am Nachmittag unverzüglich Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller in Münster über die Entwicklung. Sie habe ihm zugesichert, mit dem Verbindungsstab der Bundeswehr zur zuständigen Bezirksregierung Arnsberg das Gespräch zu suchen, teilte Stadtpressesprecher Frank Merschhaus mit.

Bei einer Besprechung am Dienstagnachmittag in der Kaserne habe der Chef des Stabes im übergeordneten Bundeswehr-Landeskommando unerwartet erklärt, dass die Voraussetzungen für eine Notunterkunft langfristig geklärt werden müssten.

Mehr im „AT“ vom 23. September.

SOCIAL BOOKMARKS