Ölheizung jetzt umrüsten
Peter Schniederjürgen
Judith Spittler und Joachim Rölfing beraten zu Fragen rund um neue und klimafreundliche Heizungen.
Peter Schniederjürgen

Das Heizen mit fossilen Brennstoffen wird richtig teuer. „Hier werden ab dem kommenden Jahr Zuschläge erhoben, Öl ist dabei an der Spitze“, sagt Joachim Rölfing, Energieberater der Ahlener Verbraucherzentrale. Er informierte am Freitag über die steigenden Abgaben.

Die CO2-Abgabe erhöht sich stufenweise bis 2025. Das macht für eine Einfamilienhaus ungefähr 1200 Euro zusätzlich zum Ölpreis. „Jetzt ist der Zeitpunkt auf erneuerbare Energien umzuschwenken“, schlägt der Energieberater deswegen vor. Denn das kann mit fast der Hälfte der Anschaffungssumme gefördert werden.

Dabei ist abzuwägen, für welches System man sich entscheidet. Mit einer Gas-Hybridanlage sei auch die Gastherme förderfähig, auch wenn die CO2-Abgabe trotzdem fällig wird. Voraussetzung ist, die Heizung mit einer ergänzenden Solarthermieanlage zu versehen.

Auch Wärmepumpen werden grüner. „Ganz besonders wenn der Strom regenerativ gewonnen wird“, ergänzt Judith Spittler, Leiterin der Ahlener Verbraucherzentrale.

Sehr gut schneiden die Holzpelletheizungen ab. Denn Holz ist nachwachsend und damit klimaneutral. Zusätzlich sei der Preis für das auch Flüssigholz genannte Brennmaterial immer preiswerter als Öl und das werde auch zukünftig so weitergehen.

Wer den Schritt unternimmt, seine alte Ölheizung auszutauschen, sollte sich für eine Beratung in der Verbraucherzentrale melden. „Nur so kann im Einzelfall die optimale Heizungsart ermittelt werden“, schlägt Joachim Rölfing vor. Wichtig sei es in jedem Fall, die Förderungen zu beantragen, bevor die Anlage gekauft wird. Termine gibt es unter Telefon 9 61 31 05.

von Peter Schniederjürgen

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