Offenes Lesepaten-Café hat Premiere
Bild: Rademacher
Das erste offene Lesepaten-Café hat am Montag in der Stadtbücherei Ahlen stattgefunden. Dabei wurden unter anderem Medien vorgestellt, mit denen die Ehrenamtlichen arbeiten können.
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Eingeladen dazu seien alle Lese-, Lern- und Sprachpaten, die ehrenamtlich in der Stadtbücherei, in Kindergärten, Grundschulen und Senioreneinrichtungen tätig seien, erklärte Stadtbüchereileiterin Ewa Salamon. Sie begrüßte am Nachmittag neben etlichen langjährigen Lesepaten mit Gudrun Schmiedel und Ralf Steinhorst auch zwei Neulinge, die sich künftig ehrenamtlich engagieren wollen. Sandy Richter aus der Leitstelle Älterwerden in Ahlen stellte sich als Koordinatorin für die Lesepaten vor. Die städtische Einrichtung betreut in Kooperation mit der Stadtbücherei (Ewa Salamon und Wiebke Wewer) und der Familienbildungsstätte (Brigitte Wieland) die Lese-, Lern- und Sprachpaten.

Weitere ehrenamtliche Lesepaten werden noch gesucht

45 ehrenamtlich Tätige gebe es zurzeit in der Wersestadt, erklärte Sandy Richter. Überwiegend seien es Frauen, ergänzte Ewa Salamon, weniger Männer. Gesucht würden aber immer weitere Lesepaten beiderlei Geschlechts. Bedarf bestehe beispielsweise an der Barbaraschule und in deren OGS sowie beim Forum gegen Armut für den dortigen Familientreff. Bei dem offenen Lesepaten-Café ist geplant, den Teilnehmern neue Medien vorzustellen, Vorlese- und Präsentationstechniken zu vermitteln, Termine abzusprechen und den Austausch untereinander zu fördern. Gleichzeitig solle es ein Dankeschön an die Lesepaten für deren Engagement sein, betonte Ewa Salamon.

Umfangreiches Angebot am Materialien

Die Stadtbüchereileiterin wies auf das umfangreiche Angebot hin, das den Lesepaten an Medien für die Vorlesezeiten zur Verfügung stehe. Außer herkömmlichen Büchern und Bilderbüchern gebe es 3-D-Bücher, Bilderbuchkino, Erzählkoffer mit verschiedenen Materialien zu unterschiedlichen Themen und anderes mehr. Zunehmender Beliebtheit erfreuten sich auch Tonieboxen, in denen bis zu 100 Geschichten gespeichert seien, die durch Figuren wie etwa den Hasen Felix aktiviert würden. Mit Tiptoi-Stiften könnten die Kinder beim Antippen von Symbolen in einem Buch zielgerichtet Informationen abrufen, erläuterte Ewa Salamon. In anderen Einrichtungen wie Kindergärten, Grundschulen oder Senioreneinrichtungen wählen die Lesepaten selbst oder in Absprache mit den Einrichtungen das Thema aus, finden dabei jedoch ebenfalls breite Unterstützung durch die Bücherei.

Lust am Lesen ist Grundvoraussetzung

Eine formale Voraussetzung, um als Lesepate zu agieren, sei die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses, erklärte Sandy Richter. Zu beantragen ist dieses beim Bürgerservice der Stadt im Rathaus. Grundvoraussetzungen sind aber besonders – da waren sich am Montag die anwesenden Lesepatinnen einig – die Lust am Lesen und Empathie für Kinder.

Ansprechpartnerin für alle, die sich ein Engagement als Lern-, Sprach- und Lesepate vorstellen können, ist in der städtischen Leitstelle Älterwerden in Ahlen Sandy Richter unter Telefon 02382/59492, per E-Mail an richters@stadt.ahlen.de.

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