Ohne Liebe zum Detail geht‘s nicht
Auf die Schiffstaufe der MS Nordwind freuen sich Siegfried Hellwig und Modellbauer Josef Schuld. Bild: Rademacher

Zurzeit arbeitet der 70-jährige Vorhelmer an einem Modell der US-Küstenwache der 47-Zoll-Klasse (13 Meter). Der Balsaholz-Rumpf ist mit Glasfasergewebe überzogen, wartet darauf, mit Epoxyharz gestrichen, geschliffen und gespachtelt zu werden. Dann folgen die Inneneinrichtung mit Motor, Antriebswellen und Elektronik sowie Aufbauten des Küstenwachbootes. Mit mindestens 500 Arbeitsstunden rechnet Josef Schuld. Im April 2012 will er das Boot zu Wasser lassen – beim Anfahren des Schiffsmodellclubs Ahlen auf dem Langstteich.

Seit mehr als 20 Jahren ist der Modellbauer Mitglied in dem Verein, berichtet er dem Ahlener Tageblatt. Ein Dutzend Boote habe er in dieser Zeit gebaut, allein die Bauzeit am Schubschiff Herkules XV habe zwei Jahre betragen, das Modell des Kieler Schleppers Kitzeberg sei in rund eineinhalb Jahren entstanden. „Originalgetreu“, wie der 70-Jährige betont. Dabei ist viel Handarbeit gefordert. Denn viele Teile gebe es nicht in Serie, sie müssten eigens angefertigt werden.

 Balsaholz-Platten und -Stäbe, ABS-Kunststoffplatten, Glasfaser-Matten, Spachtelmasse und Kleber sind die bevorzugten Baumaterialien. Hinzu kommen Platinen, Schalter, Dioden und andere elektronische Bauteile, die für die Steuerung eines Bootes und das Funktionieren von Hupen, Lichtern, Winschen, Kränen und anderen Einrichtungen notwendig sind. Dass Josef Schuld gelernter Radio- und Fernsehtechniker ist, kommt ihm bei seinem Hobby natürlich bestens zustatten. Doch trotzdem sind vielfach sind Improvisation und pfiffige Ideen notwendig.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Samstag-Ausgabe des Ahlener Tageblattes.

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