Ohne Mammutspiel würde etwas fehlen
Bild: Sobolewski
„Miri ist super als Betreuerin“, da sind sich Felix (l.) und Antonia (r.) einig. Seit 27 Jahren ist Miriam Hermes als Betreuerin beim Ferienspiel in Ahlen dabei.
Bild: Sobolewski

 „‚Feuer, Wasser, Luft und Erde‘ hieß es und fand im Berliner Park statt“, erinnert sich sie sich. Zwei Beweisfotos von der ganz jungen Miri im Jahr 1991 verstecken sich im diesjährigen Ferienpass der Kinder. „Damals sind wir mit einem Schlauchboot über das Wasser gefahren, das war ein echter Hit“, erinnert sie sich.

Insgesamt hat sie in den vergangenen 27 Jahren bei vier verschiedenen Arten Ferienspiel mitgewirkt. „Die Mammut-Olympiade ist mein Favorit. Sport ist aber auch meins, und ich habe die Spielidee für das Jahr 2000 selbst mit entwickelt“, verrät Hermes. Fragt man sie, ob sie sich ein Leben ohne Mammutspiel noch vorstellen könne, wird die sonst stets lustige Miri ernst: „Ich habe bereits vor fünf Jahren gesagt, ich höre auf. Aber meine Truppe im Orga-Büro ist so nett und macht mir einen Abschied nicht leicht.“ Das Handtuch zu werfen, ist also aktuell nicht geplant: „Ich habe auch in diesem Jahr wieder so viel Spaß.“ Doch nicht nur das ist der Grund: „Ich kann nicht aufhören, ich vermisse Bille.“ Gemeint ist Sibylle Kordes, vielen bekannt aus dem Jugendzentrum Ost, sie kann in diesem Jahr nicht teilnehmen. „Hier entwickeln sich Freundschaften, die muss man pflegen. Würde ich aufhören, würde mir was fehlen“, erklärt Miri, die viel mit dem Ferienspiel verbindet.

Ganz am Anfang ihrer Mammutkarriere steht Solveig Jerg. Sie ist mit 18 Jahren eine der jüngsten im Team. Anders als manch anderer Betreuer kennt Solveig das Ferienspiel nicht aus ihrer Kindheit, denn sie kommt aus Ulm in Baden-Württemberg. Die Großeltern wohnen in Ahlen, da lag es für sie nahe, ihr Praktikum im Rahmen ihrer Erzieher-Ausbildung beim 30. Ahlener Mammutspiel zu absolvieren. „In Ulm gibt es auch Ferienspiele, aber nicht so groß, und es gab keine Wettbewerbe“, erzählt Solveig, der vor allem der Schwimmwettbewerb gefallen hat. Ob sie im kommenden Jahr wieder dabei ist, steht in den Sternen: „Ich würde so gerne wieder kommen, aber die Ferien in Baden-Württemberg sind anders gelegen als in Nordrhein-Westfalen.“

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