Olfetal: Platz schaffen für die Zukunft
Bilder: Detlef Peter Jotzeit
Eine Erfolgsbilanz für das Jahr 2019 hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Ahlen am Dienstag vorgelegt. Das Bild zeigt (v. l.) Bürgermeister Dr. Alexander Berger, WFG-Geschäftsführer Jörg Hakenesch, Pro-Ahlen-Chef Timm Ostendorf und WFG-Gesellschafter Bernd Münstermann.
Bilder: Detlef Peter Jotzeit

Anschließend gab es nur einen kurzen Vor-Ort-Termin mit Blick auf die rund 20,6 Hektar große Gewerbefläche. 

Erweiterung ist Schwerpunkt

„Jetzt schaffen wir Platz für die Zukunft“, zeigte sich WFG-Geschäftsführer Jörg Hakenesch beim Jahrespressegespräch optimistisch. Die Erweiterung werde ein Schwerpunkt der künftigen WFG-Arbeit sein. Mit dieser Maßnahme bekäme nicht nur die Ahlener Wirtschaft ausreichend Spielraum für Ansiedlungen und Erweiterung, ist er sich sicher. Auch Firmen von außerhalb hätten bereits Interesse bekundet.

„Die Fläche ist rar und endlich“, stellte Hakenesch fest. Das gelte insbesondere für reine Industriegebiete. Diese seien woanders kaum noch zu haben. Umso mehr könne die Stadt Ahlen nun mit der Erweiterung des Natur- und Gewerbeparks punkten.

Standort gefragte Adresse

Der Standort sei eine gefragte Adresse, so der WFG-Geschäftsführer. Das habe sich schon in den vergangenen Jahren gezeigt. Immerhin hätten sich auf der alten Fläche 20 Industriebetriebe angesiedelt. „Die Grundstücke sind allesamt vergeben“, zog er Bilanz.

Mit der Erweiterung hofft Hakenesch vorrangig, das produzierende Gewerbe und den Maschinenbau in der Wersestadt zu halten oder anzulocken. „Der Bedarf ist da“, sagte er mit Hinweis auf ganz Nordrhein-Westfalen.

Schlagkräftiges Team

Ins gleiche Horn stieß Bürgermeister Dr. Alexander Berger. Er hofft auf einen guten Branchenmix in dem erweiterten Natur- und Gewerbepark. Damit einhergehend natürlich auf neue Arbeitsplätze. Für die Vermarktung der Flächen sieht sich die Stadtverwaltung durch die WFG gut aufgestellt. Er bescheinigte Hakenesch, dass er ein „kleines, aber feines und schlagkräftiges Team“ führe.

Um die Werbetrommel für die neuen Gewerbeflächen zu rühren, setzt die WFG auf große Plakate mit dem Slogan „Natürlich Ahlen“. Damit würden nicht nur der Naturaspekt und das Arbeiten im Grünen besonders hervorgehoben, erläuterte Hakenesch. Vielmehr werde eine klare Aussage getroffen: „Natürlich Ahlen – welche Stadt sonst“, fügte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen hinzu.

Zwei Auszeichnungen für die WFG

„Das Team hat 2019 eine hervorragende Saison gespielt.“ In Anknüpfung an den Fußball hat WFG-Geschäftsführer Jörg Hakenesch am Dienstag bei der Jahreskonferenz eine positive Bilanz gezogen. Dabei verwies er auf gleich zwei besondere Auszeichnungen. „Das ist schon ungewöhnlich“, stellte er fest.

Nachdem die WFG im September beim „Großen Preis des Mittelstandes 2019“ als „Kommune des Jahres“ ausgezeichnet worden sei, habe sie im November den ersten Preis beim Award für innovative Wirtschaftsförderungen in Deutschland erhalten.

Lob für Kooperationsprojekt

Dabei hätten sich unter 85 Bewerbungen die WFG und die gfw Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mit ihrem Kooperationsprojekt „HOKO.LAB Robotik + Programmieren im Gründer- und Dienstleistungszentrum Ahlen“ in der Kategorie Kreise/Landkreise durchgesetzt. Die Jury habe das festgemacht an der Konzeption des innovativen Projektes, bei dem Jugendliche Programmierfähigkeiten, Experimentierfreude und Teamkompetenzen erwerben würden.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der WFG, zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Beide Preise dokumentieren eindrucksvoll die hervorragende Arbeit des WFG-Teams“, sagte er.

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 12. Februar 2020.

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