Parkbad: Auf Baustelle herrscht Hochbetrieb
Bilder: Jotzeit
Recht zufrieden ist Thomas Schliewe mit dem Fortgang auf der Baustelle im Berliner Park. Alles sei im Zeitplan, und der Kostenrahmen von acht Millionen Euro werde eingehalten, so der Abteilungsleiter der Bädergesellschaft.
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Und die Zeit drängt: Der Eröffnungstermin ist Ende des ersten Quartals geplant.

„Wir liegen aber gut im Zeitplan“, stellt Thomas Schliewe, Abteilungsleiter der Bädergesellschaft, zufrieden fest. Die Pannenserie bei der Verfestigung des Baugrunds und die damit einhergehende Zeitverzögerung zu Baubeginn seien längst vergessen. „Momentan läuft alles rund“, sagt er. Das gelte nicht nur für den Baufortschritt, sondern auch für die Kosten. Im Gegensatz zu anderen Bauprojekten, die zurzeit bundesweit für Schlagzeilen sorgten, sei das Vorhaben in Ahlen solide geplant. Der angepeilte Investitionsrahmen von rund acht Millionen Euro werde eingehalten. „Mir fehlt jedwedes Verständnis dafür, dass es beispielsweise beim Bau der Hamburger Elbphilharmonie zu derart exorbitanten Verteuerungen kommt“, so Schliewe.

Ein wachsames Auge auf das emsige Treiben auf der Baustelle hat auch Christian Artmann. Der verantwortliche Bauleiter vom Planteam Ruhr aus Gelsenkirchen zieht regelmäßig durch das künftige Funktionshallenbad, das seit Anfang des vergangenen Jahres aus dem Boden gestampft wird. „Ich muss allen auf die Finger sehen“, sagt Artmann und lacht. „Sonst machen die Handwerker, was sie wollen.“

Lichtdurchflutet: Die Glasfront des zukünftigen Gastronomiebereichs lädt nicht nur Badegäste zum Verweilen ein.
Zusätzlich werde mittwochs regelmäßig eine große Baustellenbesprechung durchgeführt. „Alle Verantwortlichen der jeweiligen Gewerke kommen dann zusammen, um über den aktuellen Stand und Probleme zu sprechen.“

Vorrangig gehe es darum, alles so zu koordinieren, dass sich die Handwerker nicht gegenseitig auf den Füßen stünden. Eine bestimmte Abfolge müsse eingehalten werden, so Artmann, „sonst funktioniert das alles nicht“. Einen genauen Zeitpunkt bis zur Fertigstellung lässt sich Artmann zwar nicht entlocken. Aber zumindest einen Termin verrät er schon vorab: „Spätestens Mitte Februar wird das Wasser in dem Sport- und dem Nichtschwimmerbecken eingelassen.“

Aufsichtsrat legt die Eintrittspreise fest

So richtig einladend wirkt die Baustelle im Berliner Park noch nicht. Im Außenbereich türmen sich Schutt, alte Folien und Holzreste sowie Unmengen von Baumaterialien. Nicht weniger chaotisch sieht es teilweise im Innenbereich des künftigen Funktionshallenbads aus. Doch wie es später einmal aussehen wird, davon kann sich der Beobachter schon ein Bild machen.

Weit vorangeschritten sind die Arbeiten im Saunadorf. Mit Volldampf wird der dortige Eingangs- und Ruhebereich mit Panoramafenstern hergerichtet. Des Weiteren wird in den Umkleide- und Duschbereichen kräftig gewerkelt. Fast fertig ist der Sinnespfad, der um den generalüberholten und vergrößerten Teich herumführt. Auch die Salzgrotte nimmt Form und Gestalt an. Nur noch aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden müssen die drei schon früher vorhandenen Saunahütten sowie ein Ruhebereich.

Noch verharren die alten Saunahütten im Dornröschenschlaf.
„Die Saunagäste erwartet ein völlig neues Gefühl“, verspricht Thomas Schliewe. Er ist sich sicher, dass sich damit nicht nur ehemalige Besucher schnell anfreunden werden, sondern auch neue Gäste aus der Umgebung. Dass die Preise für den Saunaeintritt angepasst werden, daran lässt der Abteilungsleiter der Bädergesellschaft keinen Zweifel. „Die letzte Preiserhöhung hat es im Jahr 2006 gegeben“, so Schliewe. Zudem werde in Zukunft deutlich mehr geboten.

Die Katze aus dem Sack wollte er aber nicht lassen. „Wir bekommen eine attraktive Preisgestaltung, die unsere Kunden begeistert“, sagt er und verweist auf die Sitzung des Bäderaufsichtsrats Ende Januar. „Dann werden die Eintrittspreise für das Bad und die Sauna festgelegt.“ Er gehe aber davon aus, dass diese im Vergleich mit anderen Einrichtungen in der näheren Umgebung gut mithalten könnten. Zumal auch über eine Rabattierung nachgedacht werde.

Bedeckt hält sich Schliewe auch hinsichtlich des Eröffnungstermins des Schwimmbads. Den werde ebenfalls der Aufsichtsrat festlegen. Auf jeden Fall werde es an einem Wochenende in der zweiten Märzhälfte samstags einen Tag der offenen Tür geben, bei dem die reine Besichtigung im Vordergrund stehe. Einen Tag später, also am Sonntag, werde das Parkbad zum Sprung ins kühle Nass ein. „Dann mit Badezeug und zum Nulltarif.“

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