Pläne für aramäisches Zentrum vorgestellt
Bild: Voß-Loermann
Gut besucht war am Donnerstagabend im Ratssaal des Ahlener Rathauses eine Bürgerversammlung, bei der es um die Pläne der Syrisch-orthodoxen Gemeinde St. Georg ging, die ein Gemeindezentrum errichten will.
Bild: Voß-Loermann

Unter der Leitung des Bauausschuss-Vorsitzenden Frank Viehfeger (SPD) ging dieser Wunsch im voll besetzten Ratssaal in Erfüllung. Die Mehrheit der Besucher waren Gemeindemitglieder, es hatten sich aber auch einige Ratsmitglieder von CDU und SPD sowie etliche Anwohner des Areals neben der Paul-Gerhardt-Gemeinde eingefunden.

Platzmangel am jetzigen Standort

Baudezernent Andreas Mentz hatte zu Beginn der Versammlung berichtet, dass die Gemeinde St. Georg an ihrem derzeitigen Standort an der Zeppelinstraße keine Zukunft habe. Platzmangel bedränge die Kirche und mache Parkmöglichkeiten zunichte.

Deshalb sei das Grundstück im Osten das richtige. Die Größe habe man in den Planungen stark reduziert und, so Mentz, Ängste der Nachbarn seien unbegründet, da von einer Kirche wohl keine erkennbaren Belastungen ausgingen.

Ansprechende Bebauung geplant

Der Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung und Bauen, Markus Gantefort, stellte die Pläne für das 11 500 Quadratmeter großen Grundstück vor. Entstehen sollen dort eine Kirche, ein Gemeindezentrum und ein Wohnhaus für Pfarrer und Hausmeister sowie Parkplätze. Es solle eine ansprechende Bebauung werden an der Eingangssituation zur Stadt mit Anbindung an die Beckumer Straße.

Die konkreten Planungen erläuterte Architekt Johannes Steinkemper aus Paderborn, der nach eigenem Bekunden bereits 2012 von der St.-Georgs-Gemeinde angesprochen worden sei.

Gebäude soll helle Fassade bekommen

Geplant sei für alle Gebäude eine helle Fassade mit anthrazitfarbigen Dachpfannen. Der Architekt bemerkte zum Schluss, er selbst wohne neben einer solchen kirchlichen Anlage, und es sei dort sehr ruhig.

Verkehrliche Anbindung vorgestellt

Man brauche keine Sorgen in der Nachbarschaft zu haben. Thomas Kampmann vom Stadtplanungsamt erläuterte anschließend die verkehrliche Anbindung sowie die Schutzmaßnahmen, die nötig seien, da von der Beckumer Straße erheblicher Lärm ausgehe.

Lärmbelästigungen nicht zu erwarten

Dabei wurde deutlich, dass die geplante Bebauung des Grundstücks für die dahinter liegende Wohnbebauung durchaus als Lärmschutz fungieren könne. An der Beckumer Straße seien eine Linksabbiegerspur und eine Querungshilfe geplant. Alle Reichweiten seien bei den Planungen eingehalten und Lärmbelästigungen nicht zu erwarten.

Lesen Sie mehr in der Ausgabe des „AT“ vom 21. Dezember.

SOCIAL BOOKMARKS