Preise wie in Hamburgs Hafen-City
Bild: Lange
Leerstände an der Ost- und Weststraße prägen das Bild in der Fußgängerzone. Die WFG tritt in Gesprächen mit den Eigentümern der Immobilien als Moderator auf, kann aber bei Mietpreisen keinen Einfluss nehmen.
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Beim Pressegespräch am Mittwoch haben WFG-Chef Jörg Hakenesch, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, gleichzeitig Vorsitzender des WFG-Aufsichtsrates, und Peter Schmidt (Pro Ahlen) den Blick zurück und nach vorn gerichtet.

Auf der Agenda im Bereich der Wirtschaftsförderung stehen 2017 etwa die Projektierung der Brachen Nahrath, Hundhausen und Blomberg. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Standort Ahlen spannend und finanziell durchaus lukrativ ist“, sagte Dr. Berger. Hakenesch sieht in dieser Entwicklung eine große Dynamik. Er verwies zudem auf die geplante Erweiterung des Gewerbeparks Olfetal um 20 Hektar. Und im Kleiwellenfeld sei durch den Ratsbeschluss vom 16. Februar die Großflächigkeit zugunsten von Kleinstbetrieben aufgebrochen worden. Erste Interessenten stünden parat.

Keine Themen in der Aufzählung der WFG waren die zunehmenden Leerstände in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz sowie die zukünftige Nutzung des ehemaligen Marktkaufkomplexes am Gebrüder-Kerkmann-Platz. „Der Marktkauf wird projektiert“, sagte Dr. Berger dazu. Und mit dem Eigentümer des Hauses Holtermann, das auf dem Marktplatz seit Jahren vor sich hin rottet, befinde sich der Rathauschef im Dialog. Er hoffe auf Fortschritte im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes.

Schmidt ergänzte: „Bis zum Abschluss des HBB-Projektes hat es auch jahrelang Verhandlungen gegeben.“ Aber mit Dr. Berger als Bürgermeister sei mehr Bewegung im Fall Haus Holtermann hineingekommen. „In der Wirtschaftsförderung passiert viel hinter dem Vorhang“, sagte Hakenesch. „Es steckt mehr dahinter, als die Öffentlichkeit mitbekommt.“

Das Kommunizieren von Wasserstandsmeldungen führe oft zu Unsicherheiten bei Eigentümern ungenutzter Immobilien. Angebote für freie Ladenlokale spiegle die WFG in ihrem Online-Portal weiter. „Wir können nicht mehr als moderieren, denn die Preise bestimmen die Eigentümer“, sagte Hakenesch mit Blick auf Leerstände an der Ost- und Weststraße.

„Peter Schmidt ergänzte: „Einige Vermieter denken, sie können in Ahlen Preise aufrufen wie in Hamburgs Hafen-City. Dann dauert es einige Zeit, bis man wieder ein realistisches Niveau erlangt hat.“

Mehr im „AT“ vom 23. Februar.

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