Prinz Andreas I. erobert Narrenherzen
Bild: Otto
Der Sympathieträger des Ahlener Karnevals 2013/2014: Stadtprinz Andreas I. grüßte beim Rosenmontagszug sein Narrenvolk.
Bild: Otto

Und das Wurfmaterial richtete sich überhaupt nicht nach der Windrichtung, sondern vielmehr nach den Gesetzen der Erdanziehungskraft. Auf den Boden kam schließlich alles an. Es sei denn, dass in die Menge geworfene Wurfmaterial landete zuvor nicht schon in den aufgespannten Regenschirmen. Diese schützen nicht gegen feuchten Niederschlag, sondern dienten als Sammelbecken für Leckeres. „Hierher“, riefen kleine und große Jecken am Wegesrand des Zuges in der Hoffnung, möglichst viel vom karnevalistischen Niederschlag abzubekommen.

Um 14.11 Uhr – „aber mit elf Sekunde Verspätung“, schmunzelte Zugleiter Volker Engeland – hatten sich bei strahlendem Sonnenschein die mehr als 700 Teilnehmer in zwölf Fußgruppen, sechs Musikkapellen, vier Ideenwagen und 23 Gesellschaftswagen auf den Weg durch die Stadt gemacht. Und weil eine niederländische Kapelle ausgefallen war, reihten sich kurzfristig auch die Spielfreunde Schlüting in den närrischen Lindwurm ein.

Die Stimmung war nicht nur bei den Tausenden Zaungästen bestens, sondern auch bei den Aktiven. Für Stadtprinz Andreas I. Schürenkämper war der gestrige Tag schlichtweg der Höhepunkt seiner Prinzen-Session: „Darauf habe ich mich seit Jahren gefreut.“

Die Aktiven von Nord-West-Humor hatten es thematisch mit dem wilden Westen aufgenommen, wiederum andere sich der Seefahrt verschrieben: „Aida“ stand da in großen Lettern zu lesen.

Bei den Senatoren der Schwarz-Gelben Funken gar fuhr diesmal ein Gast mit: Olli Hansch hatte bei einer von den ehemaligen Prinzen veranstalteten Verlosung den eine jecke Freifahrt in der Spitze des Mottowagens gewonnen.

Zu werfen hatten die Narren übrigens genug. Auf rund 1,5 Tonnen schätzte Peter Bohnenkamp den Vorrat auf dem prinzlichen Wagen. Die schwarz-gelben Senatoren waren da schon genauer: „11 200 Kinderkuchen, 4000 Stofftiere, 400 Schachteln Pralinen.“ Und das war längst nicht alles, was unter die bunt kostümierten Jecken in dem gut drei Stunden andauernden Rosenmontagszug gebracht wurde.

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