Prinz Andreas I. übernimmt die Macht
Bilder: Kemper/Jotzeit
Die Jecken haben am Sonntag in Ahlen die Macht übernommen.
Bilder: Kemper/Jotzeit

Gegen die klirrenden Kühlschranktemperaturen half am Sonntagnachmittag nur eines: sich warm schunkeln auf dem Marktplatz.

Doch so einfach, wie sich der Stadtprinz den Sturm auf das Rathaus vorgestellt haben mag, war es nicht, in Ahlen an die Macht zu kommen. Mit seinem Kinderprinzenpaar Sarah I. und Jonas I. startete der Prinz einen Angriff aufs Rathaus.

Doch Pustekuchen: Hoch oben auf dem Rathaus-Balkon wollte Bürgermeister Benedikt Ruhmöller sich nicht von seinem Amt trennen. Er sei wohl eher ein Hofnarr als ein Stadtoberhaupt, verspottete Ruhmöller Andreas I. Dumm gelaufen, also zog der Stadtprinz mit seinem Gefolge wieder ab – ohne Stadtschlüssel und Stadtkasse. Somit mussten sich die Jecken etwas anderes einfallen lassen.

Und das taten sie: Die Leibgardisten des Jeckenoberhauptes nahmen Narrensekretär Ralf Marciniak als Geisel. Und sie drohten damit, das Ratsmitglied auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Dies gebe ein blau-weißes Feuerwerk, kündigte BAS-Boss Carlo Wilk an. Ruhmöller bot im Austausch für seinen langjährigen Narrensekretär andere Ratsmitglieder an. Doch darauf wollte sich Ahlens Narrenvolk nicht einlassen. „Wir wollen nur erste Wahl“, betonte Wilk.

Da blieb Ruhmöller nichts anderes übrig, als abzudanken und den Jecken das Rathaus mitsamt Stadtschlüssel und Stadtkasse zu überlassen. Stadtprinz Andreas I. genoss es sichtlich, die Wersestadt zu kontrollieren. Er kündigte an, dass bis Aschermittwoch nur noch gefeiert werde.

Am Rosenmontag hat Prinz Andreas I. seinen großen Tag. Dann schlängelt sich der Rosenmontagszug durch die Wersestadt. Seinem Prinzenmotto „Singen, tanzen, lachen, gemeinsam jecke Sachen machen“ will Andreas heute alle Ehre machen. In diesem Sinne: „Ahlensia helau!“

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