Probe für Persiflage auf Goethes „Faust“ 
Bild: Sobolewski
Für die Theatergruppe St. Ludgeri (v. l.) mit Uli Bomba, Irmgard Stirnberg, Uschi Fink, Michael Jehne, Maria Bomba und Nina Wille geht es bei den Proben in die heiße Phase. Alle freuen sich auf ihre Aufführung „Die Leiden des jungen Mephisto“ im Bürgerzentrum in Ahlen.
Bild: Sobolewski

Er hatte das Stück gemeinsam mit seinem früheren Ensemble des Theatertrecks Münsterland geschrieben. Um 1994 wurde die Produktion als Straßentheater erfolgreich deutschlandweit aufgeführt. Dieses Werk soll nun als eine Art Neuauflage den Weg auf die Bühne finden. Gerullis übernimmt bei dieser Produktion die Regie. Die zehn Personen umfassende St.-Ludgeri-Theatergruppe zwischen 19 und 70 Jahren probt seit September 2017 wöchentlich in den Räumlichkeiten der Schuhfabrik in Ahlen oder der Alten Schule in Tönnishäuschen. Die Gruppe, die ihren Ursprung in gemeinsam erlebten Ferienlagern der St.-Ludgeri-Gemeinde fand, wird in diesem Stück auch mit musikalischer Begleitung durch Gitarrenklänge aufwarten.

Zum Inhalt: Dr. Faust ist gewillt, sich mit den Mächten der Finsternis einzulassen und seine Seele zu verkaufen. Er hofft auf Reichtum, Macht und unbegrenztes Wissen. Was er nicht weiß, dass seine Seele der Einsatz einer Pokerparty zwischen Gottvater, gespielt von Sebastian Kokot, und der durchtriebenen Luzie, gespielt von Maria Bomba, ist. Allerdings soll die Aufgabe, Faust seine Seele abzuluchsen, keiner der beiden erledigen, was beiden sehr schwer fällt. Der jüngste Sohn von Luzie, Mephisto, gespielt von Mandy Jehne, soll es richten. Doch immer wenn es brenzlig wird, sind die beiden Strategen des Guten und des Bösen auf dem Plan und mischen kräftig mit. Mephisto ist zwar ein absolutes „Greenhorn“ in Sachen „Wie verführ ich einen Menschen?“. Doch mit tatkräftiger Hilfe der Mutter Luzie überzeugt er Dr. Faust von seinem Plan. „So dienst Du mir ein Leben lang“. Der Pakt ist geschlossen und die Reise durch das Leben des Dr. Faust beginnt.

„Wir liefern einen garantierten Angriff auf die Lachmuskeln“, ist sich die Theatergruppe einig. Nun gehen die Proben in die heiße Phase. So wird auch schon mal das heimische Wohnzimmer von Uschi Fink zum Proben der Lieder genutzt. Die Aufführung der verballhornten Version zum Klassiker Goethes „Faust“ feiert am Mittwoch, 25. April, seine Premiere in der Schuhfabrik in Ahlen. Weitere Termine sind Donnerstag, 26. April, und Freitag, 27. April, jeweils ab 20 Uhr sowie am Sonntag, 29. April, ab 15 Uhr. Karten sind im Büz im Vorverkauf für 13 Euro und für 15 Euro an der Abendkasse erhältlich.

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