Protest gegen Abweisung von i-Dötzchen
Bild: Knöpker

Im voll besetzten Ratssaal haben sich Eltern am Freitagabend über die Gründe für die und die Auswirkugnen der Kommunalen Klassenrichtzahl informiert. Wird die Schulrechtsänderung so umgesetzt, wie es die Verwaltung vorschlägt, erfordert dies die Abweisung von 25 bis 30 bereits angemeldeten Schulanfängern an drei Grundschulen.

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Eltern von Kindern der Kindergärten Menzelstraße und St. Marien haben bei der Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung am Freitagabend eine Unterschriftenliste gegen den Verwaltungsvorschlag an Bürgermeister Benedikt Ruhmöller übergeben.

Alle angemeldeten Kinder hätten von der Marienschule Broschüren bekommen, in denen sie herzlich begrüßt würden und die Eckdaten ihres ersten Schultags geschildert würden, erklärt Martina Maury, die zu den protestierenden Eltern gehört. Die Kinder hätten „ihre“ Direktorin bei der Anmeldung kennen gelernt und Ende November am Schulspiel der Marienschule teilgenommen. Jetzt müssten 14 der Sechsjährigen verstehen, dass diese Schule sie nun doch nicht aufnimmt.

Maury: An Don-Bosco-Schule müsste nur ein Schüler abgewiesen werden

Dies geschehe, so Maury, obwohl an der Don-Bosco-Schule nur 30 Anmeldungen vorlägen. 29 Kinder sind in einer Klasse gesetzlich zulässig. Es sei nicht einzusehen, dass das Problem der Eingangsklassenzahlen nicht durch Abweisung eines einzelnen Kindes an dieser städtischen Schule gelöst werde, sondern stattdessen 14 Kinder an der Marienschule abgewiesen würden, um dort zwei statt drei erste Klassen zu bilden. „So will es die Verwaltung inklusive Bürgermeister und Schulrätin“, schreibt Maury. „Wir Eltern der Marienschule wollen das nicht und wurden nicht mal gefragt. Wir möchten unsere Kinder dort zur Schule schicken, wo wir sie am Besten aufgehoben sehen und das pädagogische Konzept befürworten: an der Marienschule.“

Die Eltern fordern einen alternativen Vorschlag der Verwaltung und kündigen eine Protestaktion im Umfeld der Schulausschusssitzung am morgigen Dienstag, 5. Februar, ab 17 Uhr im Sitzungssaal III des Rathauses an.

Mehr zum Verlauf der Informationsveranstaltung und zu den Sorgen der Eltern lesen Sie in der Ausgabe des „Ahlener Tageblatts“ vom 4. Februar.

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