Provinz-Theater: Junge Schauspieler begeistern
Bild: Fechner
Die Ahlener Jugendtheatergruppe führte das Stück „Romeo und Julia“ auf: (v. l.) Pater Lorenzo (Tim Schäfer), Julia (Kathrin Sievers) und Romeo (Leon Schäfer).
Bild: Fechner

Als Schirmherr wurde der aus Ahlen gebürtige Schauspieler, Filmemacher und Produzent Adrian Topol gewonnen. Für den Gastgeber Bürgerzentrum begrüßte Theo Heming, der auch stellvertretender Leiter des Netzwerkes ist, die Gäste und Zuschauer im voll besetzten Saal. Bevor Theo Heming das Mikrofon an Moderatorin Miriam Hermes weitergab, begrüßte er noch Annette die Landtagsabgeordnete Watermann-Krass (SPD). Für Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der eigentlich das Festival mit eröffnen sollte, richtete Daniela Noack, Integrationsbeauftragte der Stadt Ahlen, einige Worte an die Besucher und übergab anschließend an den Schirmherrn Adrian Topol.

Dieser bedankte sich für die Einladung als Schirmherr und ließ seine Zuhörer wissen: „Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt und möchte hier und heute davon etwas zurückgeben.“ Die achtköpfige Jugendtheatergruppe der Kulturinitiative „Filou“ aus Beckum eröffnete mit ihrem von der Regisseurin Bianca Austermann geschriebenen Stück „Don Quichotte und die Wanna Be’s“.

Ganz in weiß gekleidet erzählten die jungen Beckumer Schauspieler die bekannte von Miguel de Cervantes geschriebene, komische Geschichte des spanischen Don Quijote de La Mancha, der von seinem Knappen Sancho Panza und seinem Pferd Rosinante begleitet wurde. Selbstverliebt und mit großer Vorstellungskraft ausgestattet erlebt Don Quichotte die wildesten Abenteuer, die auch auf die heutige Wunschwelt vieler junger Zeitgenossen übertragen werden könnten. Immer Superstar, im Mittelpunkt und über die sozialen Netzwerke von möglichst vielen Menschen beachtet.

Die Ahlener Theatergruppe unter der Regie von Nadine Althoff und Tobias Winopall hatte sich mit der Tragödie „Romeo und Julia“ von William Shakespeare schwere literarische Kost vorgenommen. „Romeo und Julia“ ist wohl die bekannteste tragische Liebesgeschichte der Welt. Durch den Tod der beiden Liebenden, dargestellt von Kathrin Sievers und Leon Schäfer, sollen am Ende zwei verfeindete Familien im italienischen Verona des 16. Jahrhunderts zur Versöhnung geführt werden.

Ohne großes Bühnenbild und nur mit der Spielsituation angepassten Beleuchtung sowie in einfacher schwarz-weißer Bekleidung brachten die jungen Schauspieler mit ihrer Spielfreude am Ende des Stücks das Publikum zu langanhaltendem Beifall. Am Sonntag stiegen ab 16 Uhr die Warendorfer Jungschauspieler mit ihrem „Roadtrip to Paris – Jackies letzte Fahrt“ auf die Bühne des Bürgerzentrums und die Oelder Gruppe präsentierte danach ihr Stück „Herzklopfen“.

SOCIAL BOOKMARKS