Qualvoller Tod durch Plastikmüll
Bilder: Jotzeit
Thomas Bury hat gestern Morgen bei einem Spaziergang den toten Graskarpfen am Rand des Teichs entdeckt.
Bilder: Jotzeit

„Der ist elendig erstickt in einer Plastiktüte“, schimpft Thomas Bury (39). Mit seinem Hund Soltan geht er oft in dem kleinen Park, durch den sich der Richterbach schlängelt, spazieren. Tote Fische, die auf dem Wasser treiben, hat er schon mehrfach gesehen. Bislang aber eher kleinere Exemplare.

Umso erstaunter war er gestern Morgen, als er direkt am Ufer des Teichs den großen Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella), auch Weißer Amur genannt, entdeckte. Der Fisch steckte mit dem Kopf in einer durchsichtigen Plastiktüte für Fladenbrot – gut erkennbar an der Aufschrift .

Die Verantwortlichen für den qualvollen Tod des Fisches hat Bury schon ausgemacht. „Die Leute schmeißen hier alles achtlos rein“, sagt er. Erst kürzlich habe er gesehen, wie jemand etliche Weißbrote samt Tüten einfach in den Teich gekippt habe.

Kein gutes Haar lässt Bury auch an der Stadtverwaltung. „Hier wird einfach zu selten nach dem Rechten geschaut“, beklagt er sich und weist auf den Unrat im Teich und entlang der Spazierwege hin. Viele der zahlreich vorhandenen Papierkörbe sind zudem randvoll mit leeren Flaschen. Darunter befinden sich nicht nur Wein- und Bierflaschen, sondern auch Pullen, in denen sich richtig harte Sachen, also hochprozentige Spirituosen, befunden hatten. „Das sind Überreste von den nächtlichen Gelagen“, sagt Bury.

Speziell eine Gefahr für Kinder sind zerdepperte Flaschen, die im Bereich der noch recht gut erhaltenen Klettergerüste zu finden sind. Gehaust haben Vandalen unter anderem an einem Holztisch, der mit Wachs und Scherben übersät ist. Nicht nur aus diesem Grund wundert sich Bury: „Da bewirbt sich die Stadt um die Landesgartenschau 2017 und bekommt es noch nicht einmal hin, den kleinen Park in Ordnung zu halten.“

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