Ralf Topp: Ostenstadtteil mitgeprägt
Bild: Stadt Ahlen
Dankesworte für den früheren und Glückwünsche für den neuen Vorsitzenden des Stadteilforums Süd/Ost gab es im Ahlener Rathaus. Das Bild zeigt (v. l.) Hermann Huerkamp, Ralf Topp, Alois Brinkkötter und Dr. Alexander Berger. 
Bild: Stadt Ahlen

Im November hat der frühere Awo-Geschäftsführer das Staffelholz an seinen Nachfolger Alois Brinkkötter weitergegeben. Bürgermeister Dr. Alexander Berger bedankte sich nun bei Topp für dessen Arbeit, die „dem Stadtteil und dem Verein einen ganz eigenen Stempel aufgesetzt hat“. Dem nun gewählten „guten Nachfolger“ wünschte Berger gutes Gelingen an der Vereinsspitze.

Vorsitzender mit „glücklichem und harmonisierenden Händchen“

„Die Zeiten waren komplett andere“, erinnerte sich Ralf Topp bei der Rückschau an die Anfänge des Stadtteilforums. Mitte der Neunzigerjahre habe das nahende Ende der Kohleförderung auf Zeche Westfalen drohend am Horizont gestanden. Niemand habe wirklich gewusst, wie es nach dem Jahre 2000 im Ahlener Osten und der gesamten Stadt weitergehen sollte.

Gedanken zur Nachnutzung des Zechengeländes und zur Einbindung der Menschen in die Stadtteilarbeit sollten jedoch rechtzeitig angestellt werden, war seinerzeit die Idee der Stadt Ahlen. „Bürgermeister Jaunich sprach von einem Betriebsratsbüro für den Stadtteil“, blickt Topp zurück in die Gründungszeit und findet den Begriff für das Stadtteilforum auch heute noch passend.

Bürgermeister Berger attestierte Topp „ein glückliches und harmonisierendes Händchen“ gehabt zu haben, als in den Anfangsjahren widerstreitende Interessen verschiedener Träger aufeinandergetroffen seien. Was nach der Zechenschließung auf dem Gelände gestartet sei, nennt Topp einfach nur „einen großen Knaller“. Mittel in Millionenhöhe seien gebunden worden, um in den zum Glück erhalten gebliebenen Gebäuden neues gewerbliches Leben einkehren zu lassen.

Haus der Kolonie bei Hochwasser 2001 Krisenzentrale

Auch das „Haus der Kolonie“ sei nach anfänglichen Startschwierigkeiten zur Jahrtausendwende schnell wieder aus den Schlagzeilen herausgekommen. Kaum jemand wisse heute noch davon. „Aber es bestand in Teilen der Politik die Befürchtung, dort könnte sich ein zweites soziokulturelles Zentrum entwickeln“, erinnert sich der Geschäftsführer des Stadtteilbüros, Hermann Huerkamp. Mit dem von Ralf Topp geförderten Einzug von Ausbildungs- und Qualifizierungsangeboten habe das Haus jedoch eine andere Richtung genommen und sei spätestens seit dem Kolonie-Hochwasser von 2001 unumstritten. „Dort war die Krisenzentrale untergebracht.“

Lesen Sie mehr im „Ahlener Tageblatt“ am Samstag, 21. Dezember 2019.

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