Rathaus: 3 Millionen Euro nur für Planung

Frühestens Mitte 2017, also in drei Jahren, soll  mit der Sanierung (Dauer zwei Jahre) von Rathaus und Stadthalle in Ahlen begonnen werden.

Danach kann frühestens Mitte 2017, also in drei Jahren, mit der Sanierung (Dauer zwei Jahre) begonnen werden. Für Voruntersuchungen und allgemeine Vorbereitungen sollen bis dahin grob geschätzt knapp drei Millionen Euro ausgegeben werden. Diese Kosten (250 000 Euro 2014, eine Million Euro 2015 und 1,5 Millionen Euro 2016) sind von der Verwaltung inzwischen in die Veränderungsliste des Haushaltsentwurfs eingestellt worden. Das eigentliche Baubudget solle aufgrund der Sanierungsplanung voraussichtlich Mitte 2016 feststehen, heißt es in der Mitteilungsvorlage.

Zuerst will die Verwaltung jedoch die Frage des Urheberrechts von Prof. Christoph Parade klären. Außerdem sind Schadstoff-Untersuchungen, eine grundsätzliche Bausubstanzüberprüfung der Stahlbetonstruktur, der Brandschutz und die Gebäudestatik geplant. Zur Übernahme von Steuerungs- und Controllingaufgaben sowie auch für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung soll ein Projektbüro einbezogen werden. Bei der Sanierungsart und -tiefe soll auch die Stadthalle berücksichtigt werden. Ziel sei es, Ende dieses Jahres über das weitere Vorgehen einen politischen Beschluss herbeizuführen. Einen Baubeschluss soll der Stadtrat Mitte 2016 fassen.

„Mir stinkt das“, kommentierte Donnerstag SPD-Fraktionschef Norbert Bing den von der Verwaltung vorgelegten zeitlichen und finanziellen Fahrplan. Er werde den Verdacht nicht los, so Bing, dass die Sanierung des Rathauses „kaputt gerechnet“ werden solle. Die Verwaltung, die für einen Umzug zur Arbeitsagentur gewesen sei, wolle der Politik beweisen, dass sie doch recht behalten werde wegen der hohen Sanierungskosten.

Bing kritisiert, dass fast drei Millionen Euro im Vorfeld nur für Untersuchungen, Planungsleistungen und Vergaben ausgegeben werden und bis Mitte 2017 nichts passieren soll. Das Geld wäre besser für eine schnelle Abdichtung des Rathaus-Daches eingesetzt, damit es nicht weiter hinein regne, meinte der Sozialdemokrat.

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