Rathaus-Neubau: FWG für privaten Investor
Bild: Detlef Peter Jotzeit
FWG-Chef Heinrich Artmann spricht sich gegen eine Vorfestlegung beim Ahlener Rathaus und der Stadthalle aus.   
Bild: Detlef Peter Jotzeit

Statt eines Neubaus der Stadthalle, der mehr als 25 Millionen Euro kosten soll, spricht sich Heinrich Artmann für die Nutzung privat finanzierter Veranstaltungsstätten aus.

„In diese Richtung wird das auch gehen“

Kritisch steht er dem am Samstag geplanten Bürgerdialog in der Stadthalle gegenüber. Schon im Vorfeld hätten sich viele Bürgern wegen der Risiken und Kosten für einen Neubau des Rathauses ausgesprochen, sagt er. „In diese Richtung wird das auch am Samstag gehen“, glaubt der FWG-Chef. Zumal wohl auch die beiden großen Fraktionen einen Neubau favorisierten. Damit gebe es eine Vorfestlegung, die später kaum noch zurückzunehmen sei, befürchtet Artmann.

Offensichtlich wolle man das Großprojekt durchpeitschen, vermutet er. Alle anderen Lösungsansätze würden damit aber zugleich totgemacht. Fest steht für die FWG, dass jetzt eine Entscheidung fallen müsse. Da eine wirtschaftliche Sanierung des alten Gebäudes sowohl bei den Baukosten als auch den Betriebskosen laut den Gutachten nicht möglich sei, komme nur ein technisch hochwertiger und moderner Rathausneubau infrage. Doch nicht in Eigenregie, sondern durch private Investoren.

Verzicht auf Parkplätz wäre der Tod der Weststraße

Das so ein Weg funktioniere, belegten etliche Projekte im ganzen Land, unterstreicht Artmann. Zudem ist er sich sicher: „Es gibt in Ahlen genug Firmenchefs, die das gerne bauen würden.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass dadurch Kostenexplosionen wie beim Baubetriebshof ausblieben.

Nicht anfreunden kann sich die FWG mit dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Standort eines neuen Rathauses auf dem jetzigen Rathausparkplatz. „Dieser Parkplatz ist für den gesamten Westen unbedingt nötig“, so Artmann. Selbst ein Verzicht für zwei oder drei Jahre während der Bauzeit wäre der Tod der Weststraße. Artmann plädiert daher für die Nahrath-Brache oder das Gelände der Bodelschwinghschule als mögliche Rathaus-Standorte.

 Unterstützung findet bei der FWG der Vorstoß der Grünen, das Haus Holtermann für den Bürgerservice anzumieten. Darüber hinaus hält Artmann den Ankauf des Arbeitsagentur-Gebäudes nach wie vor für interessant. Und fordert: „Man sollte noch einmal darüber sprechen.“

Ausführlicher Bericht in der „AT“-Ausgabe vom 5. Oktober.

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