Rathaus-Sanierung: Urheberrecht ist Knackpunkt
Bild: Kessing

Die Stadt Ahlen befindet sich zurzeit in Vertragsverhandlungen mit Prof. Christoph Parade wegen einer finanziellen Ablösung des Urheberrechts.

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„Wir setzen darauf, dass Anfang 2018 eine abschließende Regelung getroffen wird“, erklärte Stadtbaurat Andreas Mentz am Montagabend im Hauptausschuss. Sollte der Architekt auf seinem Urheberrecht beharren, sind der Verwaltung die Hände gebunden und notwendige Eingriffe bei einer Sanierung nicht möglich. Eine Einigung mit Parade sei zwingende Voraussetzung für eine europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen, machte Mentz deutlich.

Es habe immer die Bereitschaft gegeben, den Architekten bei gestalterischen Fragen einzubeziehen, aber man wolle ihn nicht mit einem exklusiven Planungsauftrag ausstatten. Von daher gebe es, so Mentz, unterschiedliche Auffassungen über die Zusammenarbeit.

Konstruktiver verliefen hingegen die Verhandlungen mit den Denkmalpflegern beim Landschaftsverband (LWL) in Münster wie Bürgermeister Dr. Alexander Berger berichtete. Bei einem Gespräch in Ahlen mit den Landeskonservatoren sei deutliche Bewegung erkennbar gewesen. Zurzeit arbeite man an einer inhaltlichen Vereinbarung mit Leitlinien für eine Sanierung.

Auch Stadtbaurat Mentz bestätigte, dass man auf einem guten Weg sei und Anfang des Jahres zu einem Ergebnis kommen wolle. Die finanziellen Mehraufwendungen für den Denkmalschutz stellten sich ebenfalls anders dar. Die Ergebnisse sollen im neuen Jahr auch der Rathaus-Kommission vorgestellt werden.

Parallel will die Verwaltung einen Plan B in Angriff nehmen – vorausgesetzt der Stadtrat beschließt diesen am Donnerstag in seiner Sitzung. Laut Mentz bestehe der dringende Wunsch der Verwaltung in der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien zu einer Entscheidung zu kommen, in welche Richtung die Reise beim Rathaus gehen soll.

 
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