Raupen machen einen Bogen um Ahlen
Bild: Pleul/dpa
Unzählige Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Eichen stamm. Ihre Nesselhaare sowie das Gespinst, das sie weben, ist höchst allergen. In Ahlen sind sie aber bisher nicht aufgetaucht.
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Und es wäre gut, wenn es auch weiterhin keine Hinweise auf ein Vorkommen in der Wersestadt gäbe, denn in Ahlen gebe es reichlich Eichen.

In anderen Städten macht der Schmetterling, insbesondere die Larven und Raupen, die sich in ein Gespinst einhüllen, bereits wieder von sich reden. In Münster beispielsweise lässt das Umweltamt Nester des Eichenprozessionsspinners an Stellen, an denen Menschen mit ihnen in Berührung kommen können, durch Absaugen entfernen. Und in Potsdam warnt die Stadtverwaltung vor dem Betreten von Eichenbeständen in Parkanlagen mit Flatterblatt und dem Hinweis „Achtung – Eichenprozessionsspinner“.

Denn so hübsch der Schmetterling ist, so unangenehm und schmerzhaft kann der Kontakt zu Raupen und Gespinst sein. Die Raupe verfüge über unzählige Härchen, die bei Kontakt mit der Haut, den Augen oder den Atemwegen allergieähnliche Symptome wie juckenden Ausschlag, Bindehautentzündung oder Atemwegsbeschwerden hervorriefen, klärt die Barmer GEK auf. Und die allergenen Nesselhaare befinden sich auch in den Gespinsten. Die Nester sitzen vor allem im Kronenbereich der Bäume. Die Experten der Krankenkasse warnen davor, selbst Hand anzulegen, um sie und die Raupen zu entfernen. Dazu sei Schutz durch Spezialkleidung notwendig.

Allerdings sei dies in der Wersestadt nicht vonnöten, sagt Schmäing. Bisher sei der Grünflächenabteilung kein Befall gemeldet worden. Ausdrücklich weist er daraufhin, dass die Nester des Eichenprozessionsspinners nicht verwechselt werden dürften mit denen der Gespinstmotte. Diese würden bisweilen ganze Bäume mit einem feinen Netz zu weben, seien aber harmlos, erklärt der Gartenbautechniker. Doch auch für das Auftreten der Gespinstmotte in Ahlen gebe es, anders als in früheren Jahren, derzeit keine Anzeichen.

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