Reifen, wechsele sich! Ansturm bei Werkstätten

„Durch den langen Winter haben uns drei Wochen gefehlt. Ab vergangenen Montag ist die Nachfrage kräftig angezogen. Ab dieser Woche ist dann alles ausgebucht“, erklärt Michael Keß, Leiter des Kundendienstes im Autohaus Niesmann. Neben der Autohalle befindet sich das dazugehörige Reifenhotel. Dort lagern 4000 Reifen. Wer diese innerhalb von vier Wochen aufziehen will, der muss gut organisiert sein: „Wir haben die Kapazitäten erhöht. Bis Mitte Mai ist Radwechsel-Zeit bei uns. Eine frühe Terminabsprache lohnt sich also“, betont Keß. Dass jetzt plötzlich so ein Stress ausbricht, ist für das Autohaus neu: „In denvergangenen Jahren haben sich die Termine mehr verteilt, es war entspannter“, erklärt der Leiter des Kundendienstes.

Auch bei Reifen Wegener ist richtig viel zu tun

Diesen Ansturm kennt man auch bei Reifen Wegner: „Seit zwei Wochen wurde es mehr. Es ist richtig viel zu tun“, erklärt Simone Lerley, Bilanzbuchhalterin bei Reifen Wegner. „Die Leute sind später gekommen, weil es so lange Frost gab. Normalerweise geht es schon eine Woche vor Ostern los.“ Hier werden im Akkord Winter- und Sommerreifen ausgetauscht. Circa 40 Fahrzeuge pro Tag werden auf die Bühne gehoben und bekommen den sommerlichen Feinschliff. Ein Kunde war wohl ein wenig zu optimistisch, als er sich an einem der wenigen schönen Tage bereits die Sommerreifen aufziehen ließ. Als der Winter noch einmal zurückkehrte, ließ sich wieder die Winterreifen montieren.

Reifen im Voraus begutachten lassen

Auch bei ATH Menke geht’s jetzt los. „Dadurch, dass das Wetter nun besser ist, ist die Anfrage sehr groß. Früher war alles vier Wochen eher. Die ersten Reifen haben wir sonst schon oft im Februar gewechselt“, erklärt Dietmar Gerd, Kfz-Mechaniker bei ATH Menke. Eines sei bei all der Vorfreude auf die neuen Reifen jedoch oberstes Gebot, wie Gerd betont: „Man sollte die Reifen im Voraus begutachten lassen. Die Reifen können bei Hitze platzen, wenn sie zu alt sind.“

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