Reinhold Miketta 86-jährig gestorben
Der ehemalige CDU-Ratsherr Reinhold Miketta ist am Gründonnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben.

Darüber hinaus hat sich Reinhold Miketta gesellschaftlich und kirchlich stark engagiert. Als 32-Jähriger wurde der in Neiße/Schlesien (heute Nysa) geborene Miketta 1961 erstmals für die CDU in den Stadtrat gewählt. Zunächst für eine Legislaturperiode, dann gehörte er dem Stadtparlament von 1965 bis 1994 ununterbrochen an. Von 1975 an war er mehrere Jahre als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ahlener Rat. Miketta war Mitglied im Hauptausschuss, dem Ausschuss für Umweltfragen und öffentliche Einrichtungen und dem Personalausschuss. Soziale Themen und die zivile Verteidigung waren in seiner politischen Arbeit wichtige Schwerpunkte. Diesen Ausschüssen gehörte nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch im Kreistag an, dessen Mitglied er von 1969 bis 1989 war. In den Vertretungen des Landkreises Beckum und des Kreises Warendorf war er außerdem im Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss aktiv sowie im Kreisbeirat für Vertriebenen- und Flüchtlingsfragen, im Kreispolizeibeirat und im Kreisausschuss.

Reinhold Miketta war ein überzeugter Christdemokrat, 1952 war er in die Christlich-Demokratische Union (CDU) eingetreten, für seine 60-jährige Mitgliedschaft hat ihn der CDU-Stadtverband Ahlen noch 2012 geehrt. Im März 1968 war Miketta Mitbegründer der CDU-Ortsunion Ost, der ersten in Ahlen. Von 1968 bis 1997 war er mit einer zehnjährigen Unterbrechung auch ihr Vorsitzender. Wegen seiner Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Doch nicht nur parteipolitisch war Reinhold Miketta aktiv. Bei den Stadtwerken beschäftigt, gehörte er mehr als 20 Jahre dem Betriebsrat an und war über viele Jahre Vorsitzender.

Als „Aktivposten, auf den man immer zählen konnte“, bezeichnete ihn Engelbert Pietersma von der KAB St. Gottfried. 67 Jahre gehörte der Verstorbene diesem Verband an. In der Kirchengemeinde St. Gottfried war er Mitglied des Pfarrgemeinderates und Lektor.

 Und bei dem Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung (Drobs) war er 1980 nicht nur Mitgründer, sondern auch über viele Jahre ein engagierter Vorsitzende. „Ohne Reinhold Miketta wäre die Arbeit der Drobs nicht denkbar gewesen“, würdigte Drobs-Leiter Edwin Scholz den Verstorbenen. „Wir haben ihm enorm viel zu verdanken.“

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