Renaturierung der Olfe abgeschlossen
Bild: Niemeyer
Trotzten dem windigen Wetter, um die Olfe in Ahlen zu besichtigen: (v. l.) Wilhelm Lönne vom Wasser und Bodenverband, Bernd Döding von den Ahlener Umweltbetrieben, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Thomas Spieker von der Bezirksregierung Münster, Hans Schäfer vom Wasser und Bodenverband, Kristina Becker vom Kreis Warendorf und Norbert Gunnemann von der Firma Gunnemann.
Bild: Niemeyer

Mit dem Projekt schließt der Wasser- und Bodenverband die letzte von insgesamt drei Renaturierungsmaßnahmen in Ahlen ab. Bereits in den Jahren 2013 und 2015 sind Teilabschnitte des Flüsschens zwischen der Brücke Schinkelstraße und dem Regenrückhaltebecken Schinkelstraße renaturiert worden.

Kein Trapezprofil mehr

Am Böcklinweg ist aus dem Trapezprofil des Flusses wieder ein naturnahes Gewässer geworden. Was das genau bedeutet, erklärt Hans Schäfer vom Boden- und Naturverband: „Wir haben die Sohlbefestigung aus Stein entfernt, sodass die Olfe sich wieder ihren natürlichen Lauf suchen kann.“

Gleichzeitig seien rund 1000 Kubikmeter Boden ausgekoffert worden. Das hat zur Folge, dass sich der Fluss von nun an wieder mehr schlängelt und eine neue Aue entstanden ist. Zudem sei der Fluss mit Totholz angereichert worden. Das stamme von einer Weide, die von innen verfault gewesen sei und deshalb habe gefällt werden müssen, so Schäfer weiter.

Neuer Radweg eröffnet

Bürgermeister Dr. Alexander Berger begrüßt die Renaturierung: „Sie macht das Stück Olfe hier wieder belebter und erlebbar – auch, wenn es etwas versteckt liegt.“ Er nutzt die Gelegenheit, um auch den neuen Radweg zu eröffnen, der sich am Teilabschnitt entlang zieht und von der Stadt in Auftrag gegeben wurde.

Der renaturierte Teilabschnitt der Olfe schlängelt sich nun mehr als zuvor. Im Zuge der Arbeiten, die im November 2019 begannen, ist eine neue Aue entstanden. Außerdem wurde der Fluss mit Totholz angereichert, das aus Ahlen stammt.
Noch ist die neue Aue an der Böcklinstraße ein lehmiger Untergrund, der auf neue Bewohner wartet. Im Frühling schon sollen hier Tiere und Pflanzen Lebensraum finden. „Wer und was hier genau hinkommt, das überlassen wir der Natur“, sagte Bernd Döding von den Ahlener Umweltbetrieben.

Im Zuge aller drei Renaturierungsarbeiten ist insgesamt eine Strecke von 1200 Meter entlang der Olfe erneuert worden. Das Projekt an der Böcklinstraße habe 80 000 Euro gekostet, davon seien 80 Prozent aus Fördermitteln der Bezirksregierung Münster gezahlt worden. Die übrigen 20 Prozent habe die Stadt Ahlen getragen, erklärten die Projekt-Verantwortlichen. Damit ist die Renaturierung der Olfe vorerst abgeschlossen, aktuell sind keine weiteren Arbeiten an und um das Gewässer geplant.

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