Resolution zum Erhalt der Notfallpraxis
Bild: Bernd Weissbrod
Der Rat der Stadt Ahlen hat einstimmig eine Resolution zum Erhalt der Notfallpraxis in Ahlen gefasst.
Bild: Bernd Weissbrod

„Wir müssen gegensteuern“, forderte Barbara Buschkamp (CDU) in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag im Kommunalparlament. „Sonst ist dies der Einstieg zum Ausstieg.“ Der augenärztliche Notdienst finde seit dem 1. Februar nur noch in Münster statt.

Versorgung im ländlichen Raum gefährdet

SPD-Fraktionschefin Gabriele Duhme stimmte zu. „Wir müssen aufpassen, sonst reißt etwas ein.“ Die Versorgung im ländlichen Raum bekomme Probleme. Vor zwei Jahren habe es den Apotheken-Notdienst erwischt, erinnerte Duhme.

Ahlens Bürgermeister Dr. Alexander Berger freute sich über das einmütige Votum des Gremiums: Er kämpfe seit Weihnachten für den Erhalt der Notfallpraxis. Vor Kurzem hätten sich auch alle anderen Bürgermeister aus dem Kreis solidarisch gezeigt. Man müsse öffentlichen Druck ausüben, betonte der Verwaltungschef: „Anders geht es nicht.“

Kassenärztliche Vereinigung will kürzen

Die Kassenärztliche Vereinigung will die bislang täglichen Öffnungszeiten der Notfallpraxis in Ahlen beschneiden. Diese soll künftig am Montag, Dienstag und Donnerstag geschlossen bleiben. Begründung: Die Patientenanzahl seien zu gering.

Rat: „Einschränkung ist nicht hinnehmbar.“

„Diese Einschränkung in der gesundheitlichen Vorsorge ist für den Rat der Stadt Ahlen nicht hinnehmbar“, heißt es in der vom Rat verabschiedeten Resolution. Als größte Stadt im Kreis müsse in Ahlen für die Bürger eine tägliche ärztliche Notversorgung in den Abendstunden sichergestellt bleiben, lautet die Forderung in dem Papier. In einem akuten Krankheitsfall sei es den Betroffenen nicht zuzumuten, nach Münster, Hamm oder Warendorf zu fahren.

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