Schacht III: Freizeit und Photovoltaik
Bild: Jotzeit
Noch ist das ehemalige Zechengelände an Schacht III privat verpachtet. Über die zukünftige Nutzung sind sich die Mitglieder des Ortsausschusses Dolberg noch nicht einig
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Laut Tagesordnung war zunächst angedacht worden, die Weichen für eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) zu stellen und einen Teilbereich als Photovoltaikanlagen-Standort auszuweisen. Doch die Mehrheit im Ortsausschuss zeigte sich unentschlossen. Über Parteigrenzen hinweg sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, das seit 20 Jahren für Freizeitnutzung zulässige Zwölf-Hektar-Areal an der Guissener Straße weiterhin vorzuhalten. Auch wenn aktuell kein Investor Interesse an einer Nutzung bekundet hat.

Uwe Maschelski (SPD) richtete bei diesen Überlegungen den Blick auf die Westernstadt. Sollte die Freizeitanlage wirklich realisiert werden und sich zum Besuchermagneten entwickeln, dann bestünde eventuell Bedarf an Flächen für Ferienhäuser oder einen Campingplatz, meinte Maschelski.

Ins gleiche Horn stießen Arne Engelbrecht (FWG) und Sebastian Theismann (CDU), die sich neben der Freizeitnutzung vorstellen konnten, zumindest einen Teilbereich des ehemaligen Zechengeländes – rund vier Hektar – für Photovoltaik-Anlagen vorzuhalten.

Kein Gehör fanden bei dem Gedankenaustausch die mahnenden Worte von Stadtplaner Mattias Bartmann. Der Verwaltungsmitarbeiter wies mehrfach darauf hin, dass eine mögliche Bürger-Photovoltaikanlage auf dem Schachtgelände nur noch kurzfristig Aussicht habe, genehmigt zu werden. Hintergrund sei, dass der Landesentwicklungsplan überarbeitet werde und es durch die jüngsten Wahlen in NRW momentan eine Art Schwebezustand gebe. „Wir sollten das Zeitfenster nutzen“, appellierte Bartmann an die Politiker, „sonst ist der Zug abgefahren.“ Zumal die neuen Anforderungen an solche Anlagen deutlich höher lägen als bisher.

Auch die weitere Einstufung als Freizeitfläche sah er in Gefahr. „Seit 20 Jahren gibt es keine konkreten Umsetzungspläne“, so Bartmann. Daher bestünde die Gefahr, dass die entsprechende Ausweisung im FNP komplett wegfalle.

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